Zum Inhalt springen
newssofort.de

Trier plant Verbesserungen für Fußgänger im Karl-Marx-Viertel

Copyright und Urheber siehe Trier

Zu enge Gehwege und kurze Ampelphasen: Die Stadt hat mit Bürgern das Karl-Marx-Viertel unter die Lupe genommen, um es attraktiver zu machen.

In der vergangenen Woche gab es in Trier (Rheinland-Pfalz) einen Praxistest für Fußgänger. Rund 40 Menschen liefen gemeinsam mit Experten aus Köln und Politikern durch das Karl-Marx-Viertel. Ziel war es, Schwachstellen im Viertel zu finden, die den Menschen das Laufen erschweren.

Die Teilnehmer teilten sich auf zwei Touren auf. Die erste führte vom Mediaforum am Moselufer über die Karl-Marx- und die Brückenstraße bis zum Heuschreckbrunnen, inklusive eines Abstechers in die Feldstraße. Die zweite Tour startete am Heuschreckbrunnen, führte über den Heinz-Tietjen-Weg zum Augustinerhof und weiter über die Lorenz-Kellner-Straße in die Bollwerkstraße. Diese Route empfanden viele als angenehmer.

Bei den Begehungen fiel viel Negatives auf. Die Gehwege sind oft zu eng, die Ampeln schalten zu schnell auf Rot und es fehlen Zebrastreifen. Besonders die Lorenz-Kellner-Straße wurde kritisch gesehen: Hier gilt Tempo 50, aber die Menschen wollen sicher zum Augustinerhof rüberkommen. Ein Zebrastreifen wurde deshalb vorgeschlagen. Auch die vielen Parkplätze am Straßenrand nehmen zu viel Platz weg, was zu Streit zwischen Fußgängern und Radfahrern führt.

Ein Lichtblick war das „Karl-Marx-Plätzchen“ an der Ecke Brücken- und Jüdemerstraße. Die dortigen Sitzbänken mit Schatten kamen gut an. Dass das Viertel gerade untersucht wird, hat auch mit dem neuen Bahnhaltepunkt in Trier-West zu tun. Da nun mehr Leute mit der Bahn kommen, werden die Wege zur Römerbrücke und in die Innenstadt wichtiger.

Die gesammelten Ideen werden nun vom Fachbüro VIA aus Köln aufbereitet. Am 19. Oktober findet dazu ein Abschlussworkshop statt. Am Ende soll eine Liste mit konkreten Maßnahmen stehen, über die der Stadtrat entscheidet. Baudezernent Dr. Thilo Becker betonte jedoch, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann, da man die Interessen von Autos, Radfahrern und Fußgängern gegeneinander abwägen muss.

Quelle: Trier – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Trier

Alle ansehen