Trier führt Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ein
In Trier (Rheinland-Pfalz) startet eine neue Phase in der Betreuung von Kindern. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres gilt nun der Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung für die ersten Klassen. Diese Regelung wird in ganz Rheinland-Pfalz Schritt für Schritt eingeführt. In Trier sind allein rund 1000 Kinder davon betroffen.
Die Zahlen des städtischen Amts für Schulverwaltung und Sport zeigen den Umfang: Bis Ende Juni haben sich 982 neue Grundschüler und 42 Förderschüler angemeldet. Die Stadt muss dafür keine komplett neuen Angebote aufbauen. An allen Grundschulen gibt es bereits Ganztagsschulen oder betreuende Grundschulen sowie Horte. Das Jugendamt will diese bestehenden Angebote nun nutzen und weiter ausbauen.
Ein großes Problem in vielen Städten ist der Personalmangel. In Trier sieht es laut Jugendamt jedoch gut aus. Da das Betreuungsnetz schon vorher dicht war, gibt es voraussichtlich genug Mitarbeiter an den Schulen im Stadtgebiet.
Insgesamt gibt es dieses Jahr 52 Erstklässler mehr als im Vorjahr. Besonders voll wird es in Trier-Nord: Die Ambrosius-Grundschule hat mit 74 Kindern die meisten Neuzugänge in der ganzen Stadt. Auf dem zweiten Platz folgt Tarforst mit 65 Kindern.
Auch an anderen Schulen steigen die Zahlen. An den Gymnasien liegen das HGT mit 150 und das FWG mit 149 Anmeldungen weit vorne. Beide Schulen mussten deshalb eine zusätzliche Klasse einrichten. Das MPG folgt mit 118 neuen Schülern. Auch an den Realschulen gibt es mehr Kinder, am deutlichsten ist das an der Moseltal-Realschule, wo 28 Kinder mehr kommen als zuvor.
Quelle: Trier – zur Originalmeldung