Tönisvorst ehrt Finanzexpertin Nicole Waßen mit Medaille
Nicole Waßen hat die Finanzpolitik in Tönisvorst (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) über 20 Jahre lang geprägt. Nun ehrt die Stadt sie mit der Seulenmedaille. Diese Auszeichnung gibt es seit 2001 für Menschen, die sich besonders um die Stadt verdient gemacht haben. Der Stadtrat hat die Entscheidung einstimmig getroffen.
Waßen startete 2005 in der Finanzabteilung und wurde 2006 Kämmerin. In diese Zeit fiel die schwere Finanzkrise ab 2008, als die US-Bank Lehman Brothers zusammenbrach. Für viele Kommunen in Deutschland bedeutete das: weniger Einnahmen, höhere Sozialausgaben und teure Kredite. Waßen steuerte die Stadt durch diese schwierige Phase und verhinderte, dass Tönisvorst ein Haushaltssicherungskonzept brauchte. Das ist ein wichtiger Punkt, denn so behielt die Stadt finanzielle Spielräume für andere Projekte.
Neben der Krisenbewältigung brachte sie modernes Wissen in die Verwaltung. Als Bilanzbuchhalterin und Betriebswirtschafterin führte sie das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) ein. Tönisvorst war dabei sogar eine Pilotkommune. Aufgrund ihrer Fachkenntnis wählte der Stadtrat sie 2010 und 2018 zur Beigeordneten.
Im Sommer wurde Nicole Waßen offiziell verabschiedet. Bei der Feier waren rund 70 Gäste dabei. Ihre Kollegen überraschten sie mit einem eigenen Lied. Darin nannten sie sie einen „Fels in der Brandung“. Sie galt als ehrlich und direkt, aber immer menschlich. Bürgermeister Kevin Schagen betonte, dass sie Maßstäbe für das Finanzmanagement in der Stadt gesetzt habe.
Weitere Angaben zur Verleihung der Medaille liegen bislang nicht vor.
Quelle: Tönisvorst – zur Originalmeldung