Tirschenreuth vermisst jetzt alle Grundstücke und Gebäude
In Tirschenreuth (Oberpfalz, Bayern) sind seit dem 4. August Vermesser im Einsatz. Die Firma kdbPeter wurde von der Stadt beauftragt, im gesamten Stadtgebiet die Grundstücks- und Geschossflächen zu ermitteln. Zwei bis drei Teams ziehen dafür durch die Straßen.
Die Stadt braucht diese Daten, um die Kosten für die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung rechtssicher auf alle Eigentümer aufzuteilen. Besonders wichtig ist das Ganze wegen der Sanierung der Kläranlage. Nur mit genauen Zahlen kann die Stadt später berechnen, wie hoch die Verbesserungsbeiträge oder Einleitungsgebühren für die Bürger ausfallen.
Die Vermesser messen die Gebäude von außen. Es kann aber passieren, dass die Mitarbeiter Grundstücke betreten müssen. Manchmal müssen sie auch kurz in ein Gebäude schauen, um zum Beispiel die Kellerfläche oder den Ausbau im Dachgeschoss zu prüfen. Damit die Eigentümer wissen, mit wem sie es zu tun haben: Alle Mitarbeiter der Firma haben einen Dienstausweis mit Foto dabei.
Für die Hausbesitzer kostet die Vermessung erst einmal nichts. Wenn die Berechnungen fertig sind, bekommt jeder Eigentümer ein Aufmaßblatt per Post zugeschickt. Danach gibt es eine Phase, in der die Bürger die Werte prüfen können. Wenn etwas nicht stimmt, kann man das gemeinsam mit der Stadt klären und korrigieren.
Ob und wie die Investitionen für die Kläranlage am Ende genau auf die Bürger umgelegt werden, ist noch nicht entschieden. Der Stadtrat wird darüber erst beraten, wenn alle Vermessungsarbeiten abgeschlossen sind.