Tirschenreuth vermisst jetzt Grundstücke und Gebäude
In Tirschenreuth (Landkreis Tirschenreuth, Bayern) sind derzeit Vermessungsteams im Einsatz. Im Auftrag der Stadt ermittelt die Firma kdbPeter im gesamten Stadtgebiet, wie groß die Grundstücke und die Gebäude der Eigentümer genau sind.
Der Grund für den Aufwand ist die Abrechnung von Wasser und Abwasser. Die Stadt will die Kosten nach dem Kommunalabgabengesetz gerecht und rechtssicher auf alle Besitzer aufteilen. Besonders wichtig ist das Ganze wegen der Sanierung der Kläranlage. Nur mit genauen Daten kann die Stadt später berechnen, wie hoch die Verbesserungsbeiträge oder Einleitungsgebühren für die Bürger ausfallen.
Zwei bis drei Teams der Firma kdbPeter ziehen dafür durch die Straßen. Die Vermesser messen die Gebäude von außen. Manchmal müssen sie aber auch auf ein Grundstück gehen oder kurz in ein Haus schauen. Das passiert zum Beispiel, um zu prüfen, ob ein Dachgeschoss ausgebaut ist oder wie groß der Keller ist. Damit die Bewohner wissen, dass es sich um echte Mitarbeiter handelt, tragen alle Vermesser einen Dienstausweis mit Foto.
Für die Eigentümer kostet die Vermessung erst einmal nichts. Wenn die Berechnungen fertig sind, bekommt jeder Hauseigentümer ein Aufmaßblatt per Post zugeschickt. Danach gibt es eine Phase, in der die Bürger die Werte prüfen können. Wenn etwas nicht stimmt, kann man das gemeinsam mit der Stadt klären und korrigieren.
Ob und wie die Investitionen für die Kläranlage am Ende genau umgelegt werden, ist noch nicht entschieden. Der Stadtrat wird darüber erst abstimmen, wenn alle Vermessungsarbeiten abgeschlossen sind.