Tempelhof-Schöneberg macht Schulwege in Berlin sicherer
In Tempelhof-Schöneberg (Berlin) sollen Kinder und Jugendliche sicherer zur Schule kommen. Das Bezirksamt hat deshalb in den letzten zwei Jahren viele Straßen und Kreuzungen umgebaut. Ziel ist es, dass die Schüler ohne Angst und umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein können. Viele dieser Ideen kamen direkt von den Kindern aus dem Jugendparlament.
Ein Großteil der Arbeiten ist bereits erledigt. So gibt es an der Rudolf-Hildebrand-Grundschule am Forddamm und an der Annedore-Leber-Grundschule neue oder bessere Überwege. Auch rund um die Marienfelder Grundschule, die Gustav-Heinemann-Oberschule und die Bruno-H.-Bürgel-Grundschule wurden die Wege sicherer gemacht. In der Tirschenreuther Ring-Gegend und am Rackebüller Weg gibt es nun mehr Hilfen beim Überqueren der Straße. Wer an der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld unterwegs ist, profitiert ebenfalls von den neuen Markierungen am Wolffring und Leonhardyweg.
Um die Autos zu bremsen, wurden an der Löcknitz-Grundschule in der Salzburger Straße und an der Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule in der Steinmetzstraße sogenannte Asphaltkissen eingebaut. Zudem hängen an 26 Stellen im Bezirk digitale Displays, die die Autofahrer an sensiblen Stellen warnen sollen.
Auch für das Jahr 2026 stehen viele Projekte an. Am Schulcampus Friedenau wird gearbeitet, und an vielen Ecken werden die Gehwege durch Vorstreckungen verlängert, damit die Kinder nicht direkt an der Fahrbahnkante stehen. In der Eisenacher Straße wird die neue ISS-Schule mit sanierten Gehwegen und einer barrierefreien Bushaltestelle ausgestattet. Rund um die Maria-Montessori-Grundschule kommen Poller und neue Markierungen an mehreren Kreuzungen, etwa an der Friedrich-Franz-Straße. In den nächsten Wochen wird zudem eine temporäre Schulstraße an der Bruno-H.-Bürgel-Grundschule eingerichtet. Wer in der Handjerystraße Rad fährt, bemerkt bald Rüttelstreifen, die die Autos ausbremsen sollen.
Die Planung geht bis ins Jahr 2027. An der Schätzelberg-Grundschule soll an der Rixdorfer Straße ein neuer Zebrastreifen entstehen. Bei der Mascha-Kaleko-Grundschule werden die Gehwege an der Ecke Königsstraße und Cantorsteig baulich verändert.
Langfristig will der Bezirk mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Das Ordnungsamt soll zudem öfter kontrollieren, ob sich alle an die Verkehrsregeln halten. Bis Ende 2026 soll ein komplettes Mobilitätskonzept fertig sein, das die Sicherheit an allen Schulen im Bezirk verbessert.