Taufkirchen: Warnung vor Blaualgen im Hachinger Bach
Im Hachinger Bach (Taufkirchen, Bayern) gibt es derzeit Blaualgen. Das Gesundheitsamt München Land wurde auf die Algen aufmerksam gemacht und hat deshalb am 4. und 5. August 2026 Kontrollen durchgeführt. Die Mitarbeiter haben sich den Bachlauf und den Zulauf angesehen und Wasserproben genommen.
Bei den Sichtkontrollen fiel den Beamten zwar nichts Besonderes auf, doch die Laboruntersuchungen zeigten ein anderes Bild. In einigen Proben wurden Blaualgen gefunden, darunter die Gattung Tychonema. Diese Algen können Giftstoffe produzieren. Wenn sie sich massenhaft vermehren, bilden sie rötliche Matten am Boden des Bachs oder heften sich an Steine, Treibholz und Wasserpflanzen.
Das Gesundheitsamt rät deshalb zur Vorsicht. Man sollte den Kontakt mit dem Bachwasser und dem Schlamm am Ufer vermeiden. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und Tiere. Wenn Kinder beim Spielen Wasserpflanzen oder Steine in den Mund nehmen oder das Wasser trinken, können sie Giftstoffe verschlucken. Auch Hunde sollten nicht in den Bach gehen oder daraus trinken, da es bei Tieren zu tödlichen Vergiftungen kommen kann. Hunde werden oft durch den Geruch der Algen angelockt, der bei einer starken Vermehrung modrig riechen kann.
Die aktuelle Wetterlage mit hohen Temperaturen und wenig Regen begünstigt die Vermehrung der Algen. Da sich die Bakterien sehr schnell und an unterschiedlichen Stellen ausbreiten, kann das Wasser an einer Stelle sauber sein, während es wenige Meter weiter bereits belastet ist. Deshalb ist im gesamten Bachverlauf und auch in anderen Gewässern Vorsicht geboten.
Weitere Kontrollen am Hachinger Bach sind momentan nicht geplant. Das Gesundheitsamt betont, dass natürliche Gewässer immer Risiken bergen und der Bach nicht routinemäßig überwacht wird. Wer dort spazieren geht oder mit Kindern und Hunden unterwegs ist, muss selbst aufmerksam sein. Im Gegensatz dazu werden offizielle EU-Badegewässer wie der Feringasee oder der Unterföhringer See in den Sommermonaten regelmäßig geprüft.