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Landkreis München hilft Sportvereinen beim Kinderschutz

In einer Projektwoche ging es darum, sexualisierte Gewalt im Sport zu verhindern. Die Verantwortlichen wollen die Vereine dabei unterstützen, eigene Schutzkonzepte zu erstellen.

Mitte Juli stand im Landkreis München (Bayern) ein wichtiges Thema im Fokus: der Schutz von Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen. In einer Projektwoche gab es verschiedene Vorträge darüber, wie sexualisierte Gewalt im Sport funktioniert. Die Veranstalter wollten zeigen, welche Strategien Täter nutzen und welche Risiken es in Vereinen gibt.

Der Anlass für die Aktion waren Vorfälle in Vereinen, die immer wieder vorkommen. Die Experten erklärten den Teilnehmern, warum schriftliche Schutzkonzepte so wichtig sind und was genau in so einem Plan stehen muss, damit die Kinder sicher sind.

An der Aktion beteiligten sich verschiedene Partner. Neben der Koordinationsstelle für Jugendschutz des Landratsamts waren auch die Polizei München, der Kreisjugendring München-Land, die Bayerische Sportjugend sowie der Bayerische Landes-Sportverband dabei.

Bisher gibt es kein Gesetz, das die Vereine zwingt, solche Konzepte zu schreiben. Es ist lediglich ein staatlicher Auftrag. Deshalb setzen die Helfer auf Freiwilligkeit und Motivation. Projektleiter Florian Hegedüs vom Landratsamt möchte den Verantwortlichen in den Vereinen die Angst vor dem schwierigen Thema nehmen. Die Vereine sollen nicht das Gefühl haben, mit den Fragen allein zu sein, sondern die Konzepte gemeinsam mit den Experten erarbeiten.

Insgesamt gibt es im Landkreis München etwa 200 Vereine. Bei den Vorträgen waren Vertreter von gut 20 Vereinen dabei. Neben dem Wissen ging es vor allem darum, die Sorgen der Vereinsleiter ernst zu nehmen und sie für das Thema zu begeistern.

Die Arbeit ist damit noch nicht beendet. Im Herbst gibt es ein weiteres Treffen mit einem Workshop. Dort können die Vereine berichten, welche ersten Schritte sie bereits gemacht haben. Ziel ist es, den Austausch zwischen den Vereinen zu fördern und sie bei der Erstellung der Schutzpläne weiter zu begleiten.

Quelle: Landkreis München – zur Originalmeldung

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