Taubergießen: Stocherkahn-Fahrten wegen Trockenheit verboten
Im Naturschutzgebiet Taubergießen (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg) wird es vorerst ruhiger. Ab dem 13. August 2026 dürfen dort keine gewerblichen Nachenfahrten mehr stattfinden. Das Regierungspräsidium Freiburg hat die entsprechenden Genehmigungen für die Anbieter der traditionellen Stocherkähne vorläufig entzogen.
Der Grund für das Verbot ist die anhaltende Trockenheit. Der Sommer ist außergewöhnlich heiß, wodurch die Pegelstände in den Gewässern gesunken sind. Gleichzeitig ist das Wasser immer wärmer geworden. Das belastet das Ökosystem stark. Um die Fische und Wasservögel zu schützen, müssen die Belastungen in den Gewässern jetzt so gering wie möglich gehalten werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass Fahrverbote ausgesprochen wurden. Bereits seit dem 18. Juli dürfen keine privaten Kanus, Kajaks oder Schlauchboote in der Blinden Elz, im Altrhein im Taubergießen sowie in der Alten Elz im Naturschutzgebiet Elzwiesen fahren.
Wie lange das Verbot für die Stocherkähne gilt, steht noch nicht genau fest. Es ist an die Dauer des Verbots für die privaten Boote gekoppelt. Erst wenn sich die Wasserstände und die Temperaturen wieder nachhaltig erholt haben, wird die Behörde die Fahrten wieder erlauben.
Die zuständigen Behörden werden kontrollieren, ob sich alle an die Regeln halten. Wer trotzdem fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen.