Tauberbischofsheim: So funktioniert die Grundbucheinsicht
In Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg) gibt es zwei verschiedene Wege, um an Grundbuchinformationen zu kommen. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen der bloßen Einsicht und eigentlichen Änderungen im Register.
Wer nur in das Grundbuch schauen oder einen Auszug für Grundstücke in Tauberbischofsheim und dessen Stadtteilen möchte, kann die kommunale Grundbucheinsichtsstelle nutzen. Diese befindet sich im Klosterhof (Raum K-205) am Marktplatz 8. Ansprechpartner ist dort Roger Gutrung. Die Stadt empfiehlt, vorab einen Termin zu vereinbaren, damit das Anliegen schnell erledigt werden kann.
Einfach so darf jedoch niemand in die Unterlagen schauen. Man muss ein berechtigtes Interesse nachweisen. Das ist automatisch bei Eigentümern oder Gläubigern der Fall. Andere Menschen müssen zum Beispiel eine Vollmacht des Eigentümers oder einen Vollstreckungstitel vorlegen. Zum Termin muss unbedingt ein Personalausweis oder Reisepass mitgebracht werden. Hilfreich sind zudem die Grundbuchblattnummer, die Flurstücksnummer oder eine genaue Beschreibung der Lage des Grundstücks.
Die reine Einsicht vor Ort ist kostenlos. Wer jedoch einen Ausdruck möchte, muss bezahlen: Ein unbeglaubigter Auszug kostet 10 Euro, ein beglaubigter bzw. amtlicher Ausdruck 20 Euro.
Für alles andere ist die Stadt nicht zuständig. Geht es um Eigentumsumschreibungen, Erbfolgen, Grundschulden oder Hypotheken, muss man direkt zum zentralen Grundbuchamt Tauberbischofsheim in der Würzburger Straße 17 (ehemals Vermessungsamt). Dort kann man die Unterlagen auch per Online-Kontaktformular beantragen. Die Gebühren werden in diesem Fall per Rechnung der Landesoberkasse eingezogen; Bargeld oder Schecks werden dort nicht angenommen.
Wer die kommunale Stelle nutzt und jemanden anderen beauftragen möchte, muss eine unterschriebene Vollmacht einreichen. Anträge per E-Mail oder Telefon sind nicht möglich.