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Tauberbischofsheim setzt mit oranger Bank Zeichen gegen Gewalt

Copyright und Urheber siehe Tauberbischofsheim

Im Badgarten steht seit Kurzem eine auffällige Bank. Sie soll auf das Leid von Frauen durch häusliche Gewalt aufmerksam machen.

Wer durch den Badgarten in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg) spaziert, dem fällt sie sofort auf: eine leuchtend orangefarbene Bank. Sie steht dort seit dem 4. August und ist die erste ihrer Art im gesamten Main-Tauber-Kreis. Die Farbe ist kein Zufall, sondern Teil der weltweiten UN-Kampagne „Orange The World“, die gegen Gewalt an Frauen kämpft.

Die Bank soll mehr als nur ein Sitzplatz sein. An ihr ist ein QR-Code angebracht. Wer diesen scannt, landet auf der Website des Fördervereins für das Frauen- und Kinderschutzhaus. Von dort aus können betroffene Frauen direkt Kontakt mit der Beratungsstelle aufnehmen und Hilfe suchen.

Wie nötig das ist, zeigen die Zahlen. Gayle Lüdtke-Beemer, die Vorsitzende des Fördervereins, berichtet, dass Gewalt in allen Schichten und Religionen vorkommt – oft direkt in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis. Allein im Jahr 2025 gab es 903 Beratungskontakte für 126 Frauen. Das sind mehr als im Vorjahr, als es noch 108 Frauen waren. Die Beratungsstelle arbeitet dabei eng mit der Polizei, anderen Behörden und Frauenhäusern zusammen, um den Betroffenen Schutz zu bieten.

Die Finanzierung der Stelle läuft über das Landratsamt, eigene Aktionen und Spenden. Die Lage in Deutschland ist laut Statistiken ernst: Alle zwei Tage tötet ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin, und fast jeden Tag gibt es einen Tötungsversuch. Alle vier Minuten findet ein Gewalttat gegen eine Frau statt.

Bürgermeisterin Annette Schmidt hat die Aufstellung der Bank unbürokratisch ermöglicht. Der Förderverein hofft nun, dass weitere Orte im Landkreis nachziehen. Ziel ist es, dass bis zum 25. November – dem Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen – viele dieser orangenen Bänke in der Region stehen, um zu zeigen, dass Gewalt hier keinen Platz hat.

Quelle: Tauberbischofsheim – zur Originalmeldung

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