Tangstedt: Kälber sterben bei Stallbrand
Es war Donnerstagvormittag, als gegen 10:58 Uhr der Notruf in den Feuerwehren Tangstedt und Rellingen einging. In einem Bauernhof im Kiemoorweg in Tangstedt (Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein) war ein Feuer ausgebrochen. Schon auf der Fahrt zum Einsatzort sahen die Retter eine dicke Rauchwolke über dem Hof. Weil die Lage ernst aussah, wurde die Alarmstufe kurz darauf erhöht und zwei Löschzüge angefordert.
Die Situation im Stall war dramatisch. Noch bevor die Feuerwehr eintraf, versuchten Menschen, die Tiere zu retten. Zwei Kälber konnten so aus den Flammen befreit werden. Für sechs weitere Kälber war es jedoch zu spät, sie starben im Feuer. Bei den Rettungsversuchen wurden drei Menschen leicht verletzt. Eine dieser Menschen musste zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht werden.
Als die ersten Wagen eintrafen, stand der Stall bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr musste schnell handeln, damit das Feuer nicht auf den angrenzenden Hauptstall übergriff. Mit einer sogenannten Riegelstellung gelang es den Einsatzkräften, das größere Gebäude zu schützen. Um genug Wasser zu haben, legten die Retter eine lange Leitung von der Dorfstraße bis zum Brandherd.
Die Hitze und der starke Rauch machten den Einsatz schwierig. Um 11:27 Uhr warnte der Einsatzleiter die Bevölkerung in Tangstedt über Warn-Apps, damit die Menschen den Rauch nicht einatmeten. Die Feuerwehr aus Hasloh wurde später nachalarmiert, um genügend Leute mit Atemschutzgeräten vor Ort zu haben. Die sommerlichen Temperaturen belasteten die Einsatzkräfte zusätzlich.
Besonders das im Stall gelagerte Stroh sorgte für Probleme. Die Feuerwehr musste einen Radlader und einen Bagger einsetzen. Das brennende Stroh wurde aus dem Gebäude gefahren und auseinandergezogen, damit es gelöscht werden konnte. Schließlich wurde der Stall sogar abgerissen, um die letzten Glutnester im Schutt zu finden und zu löschen.
Das DRK aus Rellingen und Quickborn sorgte währenddessen für Verpflegung und Kaltgetränke für die vielen Helfer. Ein Wagen des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg lieferte frische Atemluftflaschen und saubere Schläuche nach.
Die Kriminalpolizei war bereits während des Einsatzes vor Ort. Wie es zu dem Brand kam und wie hoch der finanzielle Schaden ist, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg – zur Originalmeldung