Schenefeld: Feuerwehr rettet Haus vor Vollbrand
Es war kurz vor eins Uhr nachts am Sonntag, als die Feuerwehr in Schenefeld (Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein) zum Fritz-Reuter-Platz ausrückte. Die Meldung lautete: Feuer im Dachstuhl. Als die ersten Retter eintrafen, sahen sie bereits einen starken Feuerschein hinter einem Einfamilienhaus.
Ein Anbau im hinteren Bereich des Grundstücks stand bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Die Hitze war so extrem, dass die Fensterscheiben des Wohnhauses bereits zerplatzt waren. Das Feuer drohte, auf das Hauptgebäude überzugreifen. Die Feuerwehr griff sofort an und löschte die Flammen von außen mit einem starken Wasserstrahl.
Weil mehr Leute mit Atemschutzgeräten gebraucht wurden, forderte der Einsatzleiter gegen 01:17 Uhr Verstärkung an. Insgesamt waren schließlich 31 Kräfte der Feuerwehr Schenefeld mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Auch der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg, der Rettungsdienst und die Polizei waren vor Ort.
Ein Trupp suchte das gesamte Haus nach Menschen ab, doch es war zum Glück niemand im Gebäude. Mit einer Wärmebildkamera prüften die Retter dann das Innere. Das Feuer war zwar nicht ins Haus übergesprungen, aber der beißende Brandrauch hatte sich überall verteilt. Die Feuerwehr musste das Gebäude deshalb umfassend lüften.
Um die letzten Glutnester im Anbau zu löschen, mussten die Einsatzkräfte Teile der Konstruktion mit einem Einreißhaken einreißen. Da die Feuerwehrleute durch den Ruß stark verschmutzt waren, wurde vor Ort eine Reinigungsstation aufgebaut, um sie zu dekontaminieren.
Was genau das Feuer ausgelöst hat und wie hoch der Schaden ist, weiß die Feuerwehr nicht. Die Kriminalpolizei hat bereits während des Einsatzes mit der Arbeit begonnen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg – zur Originalmeldung