Stuhr: Klimaschutz-Gelder für Bürger sind aufgebraucht
In Stuhr (Landkreis Diepholz, Niedersachsen) ist das Geld für den Klimaschutz im Jahr 2026 aufgebraucht. Eigentlich wollte die Gemeinde 30.000 Euro an die Bürger auszahlen, die ihr Haus oder ihr Leben umweltfreundlicher machen. Doch die Nachfrage war so riesig, dass die Gemeinde den Topf auf 50.000 Euro aufstocken musste.
Selbst das reichte nicht aus. Am Ende hat sogar der Verein „Stuhr plus e.V.“ noch einmal 630 Euro aus der eigenen Kasse dazugegeben, damit die letzten Anträge noch bedient werden konnten. Insgesamt haben 102 Menschen eine Zusage bekommen.
Am beliebtesten waren technische Lösungen für die Energieversorgung: 53 Menschen ließen sich Wallboxen für Elektroautos fördern und 45 kauften sich einen Speicher für ihren Solarstrom. Weniger gefragt waren bauliche Maßnahmen. So wurden nur zwei Dachflächenfenster, eine Zisterne für Regenwasser und ein Gründach gefördert.
Da die Kasse nun leer ist, kann die Gemeinde für dieses Jahr keine weiteren Anträge mehr annehmen. Die Prüfung der Unterlagen hat der Verein „Stuhr plus e.V.“ übernommen. Bürgermeister Stephan Korte betonte, dass die Verwaltung diese Arbeit ohne die Hilfe des Vereins gar nicht geschafft hätte.
Ob es auch 2027 wieder Fördergelder gibt und wie hoch die Summe dann sein wird, ist noch nicht bekannt. Darüber entscheidet der Gemeinderat Ende des Jahres.
Quelle: Stuhr – zur Originalmeldung