Streit um gefällte Weiden am Oberen Teich in Dobitschen
Am Oberen Teich in Dobitschen (Landkreis Altenburger Land, Thüringen) ist es zum Streit gekommen. Die Gemeinde hatte dort etwa zehn Kopfweiden zurückschneiden oder fällen lassen. Das Ziel war es, die Teiche zu schlämmen. Nur so konnte der Schlamm aus dem Gewässer entfernt werden, um den Lebensraum für Tiere und Pflanzen wiederherzustellen.
Doch die Aktion kommt nicht gut an. In der Ostthüringer Zeitung und in Kommentaren werfen Naturfreunde der Gemeinde vor, die Umwelt bewusst geschädigt zu haben. Kritiker sagen, dass die Gemeinde vorher eine Genehmigung vom Landratsamt hätte einholen müssen. Besonders alte Kopfweiden seien wichtige Lebensräume für geschützte Tiere.
Die Verantwortlichen in Dobitschen wehren sich gegen diese Vorwürfe. Sie betonen, dass sie viele andere Möglichkeiten geprüft hätten. Der Rückschnitt sei nur das letzte Mittel gewesen. Zudem sei die Aktion außerhalb der Brutsaison passiert, weshalb kein Verstoß gegen den Artenschutz vorliege. Die Bäume würden zudem wieder austreiben.
Um die Unklarheiten zu beseitigen, hatten Bürgermeister Bernd Franke und das Gemeinderatsmitglied Björn Steinicke bereits am 30. Dezember 2017 einen Termin vor Ort organisiert. Die Gemeinde ärgerte sich zudem darüber, dass die Kritik zuerst über die Presse und nicht im direkten Gespräch geäußert wurde.
Eine offizielle Bewertung der Gemeinde wird es vorerst nicht geben. Der Fall ist nämlich noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Dobitschen – zur Originalmeldung