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Straßkirchen plant neue B8-Umgehung und investiert Millionen

Im Gemeinderat von Straßkirchen ging es am 27. Juli vor allem um die neue Ortsumgehung der B8 und teure Neuanschaffungen für Feuerwehr und Bauhof.

Der Zuhörerraum war bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats in Straßkirchen (Landkreis Straubing-Bogen, Bayern) am 27. Juli 2026 bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Hauptthema war die Ortsumgehung der B8. Vertreter des Staatlichen Bauamts Passau zeigten auf, wie es nun weitergeht. Der Gemeinderat hatte sich Ende 2023 für die sogenannte Südvariante 6 entschieden.

Das Ziel ist es, den Ortskern deutlich zu entlasten. In einigen Abschnitten soll sich der Verkehr sogar mehr als halbieren. Die neue Strecke muss aber auch das steigende Verkehrsaufkommen bis zum Jahr 2040 bewältigen, wozu auch die Auswirkungen des BMW-Werks gehören. Geplant sind Geh- und Radwegunterführungen sowie Maßnahmen gegen den Lärm. An einem Gebäude wird der Lärmgrenzwert nachts leicht überschritten, dort soll passiver Lärmschutz helfen. Zudem kommen bepflanzte Erdwälle zum Einsatz. In Paitzkofen und Haberkofen bleiben die Grenzwerte eingehalten.

Beim Kauf von Grundstücken will das Bauamt auf freiwillige Tauschen und Entschädigungen setzen. Dafür stehen etwa 30 Hektar Fläche zur Verfügung. Wenn alles klappt, wird der Vorentwurf im Herbst 2026 genehmigt. Das Planfeststellungsverfahren soll Ende des Jahres starten, und im Herbst 2028 sollen die Bagger rollen. Parallel werden die Radwege verbessert.

Neben der Straße gab es weitere Entscheidungen. In der Passauer Straße wird ein Mehrfamilienhaus mit 14 Wohnungen gebaut. Im Hiebweg darf jemand eine freistehende Gartensauna errichten. Zudem wurde ein Seniorenbeirat mit fünf Mitgliedern bestellt, der künftig Ansprechpartner für ältere Menschen ist und Ausflüge oder Frühstücke organisiert.

Auch für Material wurde Geld locker gemacht. Die Feuerwehr Schambach bekommt ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) für rund 394.000 Euro. Der Bauhof erhält einen neuen Teleskoplader für 113.050 Euro und einen Gießarm für 11.524 Euro. Für den Kindergarten St. Elisabeth wird die Zimmerausstattung für etwa 19.000 Euro erneuert.

Ärgernisse gab es wegen der Sanierung der Bahnstrecke Obertraubling–Passau. In der Schafbergstraße gab es zu viele Lkw, weil die Verkehrsführung falsch geplant war. Das lässt sich im laufenden Betrieb nicht mehr sofort ändern, aber ab der 30. Kalenderwoche soll es ruhiger werden. Vom 27. Juli bis zum 16. August wird es dort zudem laut, da Ramm- und Oberbauarbeiten anstehen.

Bürgermeister Andreas Dengler informierte zudem über die Kreisumlage für 2026, die für Straßkirchen rund 3,1 Millionen Euro beträgt. Außerdem läuft der Anbau der Grund- und Mittelschule. Die Arbeiten dauern noch etwa eineinhalb bis zwei Jahre. Für das nächste Schuljahr sind bereits 77 Kinder in der Mittagsbetreuung und 46 in der Ganztagsschule angemeldet.

Zum Ende der Sitzung lobte die Gemeinde die Feuerwehren aus Straßkirchen und Schambach. Mehrere Mitglieder hatten im Juli Prüfungen im Löschaufbau, für das Jugendleistungsabzeichen und im technischen Hilfeleistungseinsatz bestanden.

Quelle: Straßkirchen – zur Originalmeldung

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