Gemeinden aus dem Ilzer Land besuchen ILE Gäuboden
Vertreter der ILE Ilzer Land, die zwölf Gemeinden in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau umfasst, waren zu Besuch bei der ILE Gäuboden. Die Gruppe, zu der Bürgermeister, Geschäftsleiter und das Management-Team gehörten, wollte wissen, wie andere Kommunen mit Problemen wie Geldmangel und zu wenig Personal umgehen.
Im Rathaus von Aiterhofen (Landkreis Straubing-Bogen) erklärte Bürgermeister Adalbert Hösl, wie die sieben Gemeinden der ILE Gäuboden ihre Verwaltung zusammengelegt haben. Seit 2012 arbeiten sie in vielen Bereichen Hand in Hand. Ein Beispiel ist das Standesamt: Statt dass jeder Geschäftsleiter die Aufgaben nebenbei und unter Zeitdruck erledigt, gibt es nun geschultes Personal, das die Arbeit für alle Mitgliedsgemeinden übernimmt. Das entlastet die Mitarbeiter und sorgt für eine bessere Qualität bei den Anträgen.
Ähnlich läuft es auch bei der Personalverwaltung, der Rentenstelle sowie in der Steuer- und Veranlagungsstelle. Diese Aufgaben werden zentral von verschiedenen Gemeinden bearbeitet. Trotz der Zusammenarbeit bleiben einige Dinge lokal: Heiraten können die Bürger weiterhin direkt in ihrer eigenen Gemeinde.
Nach dem Austausch im Rathaus besuchten die Gäste ein neues Gebäude in Oberschneiding (Landkreis Straubing-Bogen). Bürgermeister Konrad Schmerbeck zeigte ihnen ein Konzept für eine doppelte Nutzung: Das Gebäude dient aktuell als Ersatz für die Grundschule, während diese saniert wird. Sobald die Schule fertig ist, wird das Gebäude mit wenig Aufwand in ein modernes Bürgerhaus umgewandelt. Diese Lösung spart Kosten und ist nachhaltiger.
Werner Weny, der erste Vorsitzende der ILE Ilzer Land, bedankte sich für die Einblicke. Die Vertreter der ILE Gäuboden haben bereits die Einladung zu einem Gegenbesuch im Ilzer Land angenommen.