Stralsund: Historischer Denkstein kehrt ans Frankenkronwerk zurück
Ein bekanntes Wahrzeichen in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) ist zurück an seinem Platz. Am 20. August 2026 wurde der Denkstein für den schwedischen König Carl XII. wieder am Frankenkronwerk eingemauert. Der Stein ist vor allem bei Besuchern aus Schweden beliebt, da er an die Zeit erinnert, als der König im Jahr 1715 dort sein Nachtlager aufschlug, während die Stadt von drei Königen belagert wurde.
Der Stein hatte es über die Jahre schwer. Kriege und das schlechte Wetter hatten die Substanz angegriffen, der Stein war schlichtweg verfallen. Deshalb wurde er Anfang 2023 im Zuge einer größeren Sanierung des gesamten Frankenkronwerks ausgebaut. Ein Fachmann aus Berlin, der Restaurator Boris Frohberg, übernahm die Arbeit. Er berichtet, dass die Platte aus schwedischem Kalkstein stark beschädigt war. Besonders knifflig war es, den Stein statisch zu sichern und gleichzeitig die Spuren der Geschichte, wie alte Einschusslöcher, zu erhalten.
Die Kosten für die gesamte Aktion beliefen sich auf etwa 26.000 Euro. Einen Teil davon, genau 3.000 Euro, steuerte das Bürgerkomitee „Rettet die Altstadt“ e.V. bei.
Der Stein hat eine lange Reise hinter sich. Ursprünglich stand er in der Nähe des Nachtlagers, landete später im Rathaus und wurde schließlich am 27. September 1849 feierlich an seiner heutigen Stelle eingeweiht. Damals waren sogar schwedische Schiffskapitäne und Offiziere geladen.
Jetzt ist der Stein zwar wieder eingebaut, aber noch nicht ganz fertig. Es gibt noch ein paar Restarbeiten, bevor er in vollem Glanz erstrahlt. Burkhard Kunkel, der bei der Stadt für Kunst und Kulturbesitz zuständig ist, betont, dass der Stein ein wichtiges Zeichen für die gemeinsame Geschichte von Deutschland und Schweden ist.
Quelle: Stralsund – zur Originalmeldung