Stralsund: Falschfahrer verursacht Unfall auf der B105
Am Nachmittag des 31. Juli kam es bei Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) zu einem gefährlichen Verkehrsunfall. Ein 78-jähriger Mann aus der Stadt war mit seinem Opel Meriva auf der B96 in Richtung Grimmen unterwegs. Gegen 15:10 Uhr passierte er einen Fehler: Er nutzte die Auffahrt von der B105 zur B96, fuhr aber vermutlich in die falsche Richtung auf die B105 in Richtung Rostock auf.
Zur gleichen Zeit fuhr ein 36-jähriger Mann von Rügen mit seinem Ford Ranger in die Gegenrichtung. Wegen des Straßenverlaufs sah der jüngere Fahrer den entgegenkommenden Opel zu spät. Er versuchte sofort auszuweichen, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr ganz verhindern. Ein direkter Frontalcrash konnte zum Glück vermieden werden.
Mehrere Zeugen riefen sofort die Polizei und den Rettungsdienst. Mehrere Streifenwagen und ein Rettungswagen eilten zur Unfallstelle. Die 83-jährige Ehefrau des Opel-Fahrers saß auf dem Beifahrersitz und wurde bei dem Aufprall leicht verletzt. Die Retter brachten sie in ein Krankenhaus in der Nähe. Die beiden Fahrer blieben unverletzt.
Beide Autos waren nach dem Crash so stark beschädigt, dass sie nicht mehr gefahren werden konnten. Sie mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden liegt bei etwa 28.000 Euro. Die Fahrbahn der B105 in Richtung Stralsund blieb für rund 90 Minuten komplett gesperrt und wurde erst gegen 17:02 Uhr wieder freigegeben.
Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Den Führerschein des 78-Jährigen nahmen die Beamten sofort an Ort und Stelle weg. Da der Mann sehr verwirrt und desorientiert wirkte, rief die Polizei einen speziell geschulten Beamten hinzu, um zu prüfen, ob er überhaupt fahrtüchtig war.
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Ob und inwieweit sich der Fahrer strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg – zur Originalmeldung