Stolk: Heimatverein besucht das lokale Wasserwerk
In den Sommerferien besuchte der Heimatverein der Landschaft Angeln das Südangelner Wasserwerk. Wassermeister Hartmut Kühl aus Stolk (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein) führte eine der drei Besuchergruppen durch den Betrieb.
Das Wasserwerk hat eine gewaltige Aufgabe. Es versorgt 16.500 Menschen in 21 Gemeinden, die von Havetoft bis Lindaunis reichen. Dafür gibt es ein Netz aus über 800 Kilometern Leitungen, durch die mittelhartes Trinkwasser fließt. Außerdem kümmert sich der Betrieb im Auftrag der Kommunen um 780 Hydranten, damit die Feuerwehr im Ernstfall genug Löschwasser hat.
Hartmut Kühl erklärte den Gästen, wie die Technik mit den Höhenunterschiedern in der Region umgeht. Da das Gelände von 60 Metern Höhe bis hinunter zum Meeresniveau an der Schlei abfällt, wird in Süderfahrenstedt ein Ausgangsdruck von 6 bar genutzt. So kommen in Klappholz noch 4 bar an. In der Nähe der Schlei darf der Druck nicht mehr als 10 bar betragen, da sonst die Leitungen platzen könnten.
Die Besucher konnten die technischen Anlagen aus der Nähe sehen. Dazu gehörten sechs Filter mit Quarzkies, zwei Hydrophorkessel und fünf Reinwasserpumpen, die bis zu 150 Kubikmeter pro Stunde fördern. Zudem gibt es zwei Spülwasserpumpen und zwei riesige Behälter aus Stahlbeton, in denen jeweils 1.300 Kubikmeter Reinwasser gespeichert werden können.
Ein besonderes Detail zeigte der Wassermeister am Ende: In Stolk werden derzeit neue Wasserzähler eingebaut. Diese sind so modern, dass sie nicht mehr von Hand abgelesen werden müssen.
Bei einem abschließenden Imbiss gab Hartmut Kühl, der im Betrieb auch „Hacky“ genannt wird, noch Antworten auf offene Fragen. An dem Ausflug nahmen unter anderem Verbandsvorsteher Johannes Petersen aus Arup und Hans-Otto Bartsch aus Thumby teil, der den Arbeitskreis „Angeln erfahren“ leitet.
Quelle: Stolk – zur Originalmeldung