Steinfurt will Handwerk für junge Leute attraktiver machen
In Steinfurt (Kreisstadt des Kreises Steinfurt, Nordrhein-Westfalen) haben sich wichtige Leute zusammengesetzt, um über die Zukunft des Handwerks zu sprechen. Bürgermeister Christian Franke und die Wirtschaftsförderung trafen sich mit Frank Tischner, dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf.
Das Hauptproblem ist der Mangel an Fachkräften. Die Beteiligten haben darüber diskutiert, wie man junge Menschen wieder mehr für handwerkliche Berufe begeistern kann. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch die Übergabe von Betrieben, wenn die Chefs in Rente gehen. Zudem soll die Berufsschule in der Stadt als Partner für die Ausbildung gestärkt werden.
Um die Lücken im Personal zu füllen, geht die Kreishandwerkerschaft bereits neue Wege. Sie sucht gezielt nach jungen Leuten in Jordanien und Südafrika, um diese für eine Ausbildung nach Deutschland zu holen. Die Stadt Steinfurt möchte hier unterstützen, indem sie die internationalen Fachkräfte nicht nur einen Job, sondern auch ein Zuhause in der Region bietet.
Frank Tischner betonte beim Gespräch, dass das Handwerk kein „Plan B“ sei, sondern die erste Wahl. Auch Künstliche Intelligenz werde zwar helfen, aber niemals einen Handwerker komplett ersetzen. Bürgermeister Franke bezeichnete das Handwerk als unverzichtbaren Partner für die Stadt.
Das Treffen diente als Auftakt, um gemeinsam konkrete Ideen für die Region voranzutreiben. Weitere Details zu geplanten Maßnahmen liegen bislang nicht vor.
Quelle: Steinfurt – zur Originalmeldung