Steinfurt: Neues Infoschild erklärt Totholz im Bagno
Wer im Bagno (Steinfurt, Nordrhein-Westfalen) spazieren geht, kommt an einer großen, abgestorbenen Eiche vorbei. Der Baum steht in der Nähe der Konzertgalerie und fällt sofort ins Auge. Auf den ersten Blick wirkt er tot, doch genau hier hat die Stadt ein neues Infoschild aufgestellt. Es soll den Menschen zeigen, dass in dem morschen Holz eigentlich extrem viel passiert.
Die Baumexperten der Stadt lassen das Holz im Bagno absichtlich liegen. Das hat einen Grund: Totholz ist ein wichtiger Lebensraum. Käfer, Wildbienen, Pilze und Bakterien finden dort Nahrung und einen geschützten Platz, um sich zu entwickeln. Kleine Mikroorganismen zersetzen das Holz langsam, sodass es wieder Teil des natürlichen Kreislaufs wird.
Neben dem Nutzen für die Tiere gibt es noch einen weiteren Vorteil für die Umwelt. Das Totholz dient als Speicher für CO₂. Der Kohlenstoff bleibt so lange im Holz gebunden und gelangt nicht sofort als Gas in die Luft.
Die Umweltbeauftragte der Stadt, Leonie Remer, betont, dass abgestorbene Bäume keineswegs nutzlos sind, sondern ein wichtiger Teil eines gesunden Ökosystems. Mit dem Schild möchte die Stadt das Bewusstsein dafür schärfen, dass nicht jeder braune Baum sofort gefällt werden muss. Manchmal ist das, was tot aussieht, in Wahrheit voller Leben.
Quelle: Steinfurt – zur Originalmeldung