Stegaurach und Nachbargemeinden planen neue Wärmeversorgung
In Stegaurach (Landkreis Bamberg, Bayern) und den Nachbargemeinden Priesendorf, Lisberg und Walsdorf geht es an die Planung für die Zukunft. Die Gemeinden haben gemeinsam die Firma DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH beauftragt. Das Ingenieurbüro soll nun ausarbeiten, wie die Wärmeversorgung in der Region langfristig aussehen kann.
Der Grund für das Projekt ist gesetzlich vorgegeben. Bis zum Jahr 2045 darf in Deutschland nur noch mit erneuerbaren Energien geheizt werden. Deshalb müssen die Kommunen jetzt strategisch planen, welche Lösungen für welche Gebiete am besten passen. Das kann eine eigene Heizung im Haus sein, aber auch ein gemeinsames Wärmenetz für ein ganzes Viertel.
Das Projekt ist Mitte April gestartet und läuft in mehreren Schritten ab. Zuerst macht das Büro eine Bestandsaufnahme. Dabei wird geschaut, wie viel Wärme in den Gebäuden verbraucht wird und welche Heizungen aktuell verbaut sind. Danach folgt eine Analyse der Möglichkeiten. Es wird geprüft, ob Solarenergie, Biomasse, Geothermie oder Abwärme in den Gemeinden genutzt werden können. Am Ende werden verschiedene Szenarien entwickelt, wie die Versorgung klimaneutral werden kann.
Für die Hausbesitzer gibt es vorerst nichts zu tun. Man muss keine Daten liefern und auch niemanden auf das Grundstück lassen. Das Planungsbüro nutzt vorhandene Daten von Energieversorgern, Schornsteinfegern oder dem Statistischen Bundesamt. Die Daten werden zudem anonymisiert, sodass niemand auf einzelne Häuser schließen kann.
Der fertige Plan ist keine Pflicht für die Bürger. Wer eine funktionierende Heizung hat, darf diese grundsätzlich bis 2044 weiterbetreiben. Die Entscheidung, wann eine Heizung erneuert wird, liegt weiterhin bei den Eigentümern. Der Wärmeplan soll lediglich als Orientierungshilfe dienen, damit man weiß, welche Heizoption im eigenen Wohngebiet am sinnvollsten ist. Der Plan wird alle fünf Jahre aktualisiert.
Quelle: Stegaurach – zur Originalmeldung