Burgebrach: Gemeinderäte besichtigen moderne Kläranlage
Gemeinderäte aus dem Markt Burgebrach (Landkreis Bamberg, Bayern) und der Gemeinde Schönbrunn i. Steigerwald haben gemeinsam die Kläranlage der Verwaltungsgemeinschaft besucht. Der Gemeinschaftsvorsitzende Peter Pfohlmann begrüßte die Gruppe und erklärte, wie wichtig die Anlage und die Arbeit des Teams vor Ort sind.
Die Mitarbeiter zeigten den Politikern genau, wie das Abwasser gereinigt wird. Zuerst werden Fett, Sand und feste Stoffe in einer Kompaktanlage entfernt. Danach geht das Wasser in drei Reaktoren. Dort arbeiten Bakterien und Sauerstoff etwa fünf Stunden lang, um Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor abzubauen. Am Ende fließt das saubere Wasser in die Mittelebrach.
Ein besonderes Detail ist die Energiegewinnung: Im Faulturm entsteht Methangas. Ein Blockheizkraftwerk macht daraus Strom für die Anlage und Wärme für den Prozess. Der restliche Schlamm wird gepresst, in Gewächshäusern solar getrocknet und später für die Kompostierung oder zur Rekultivierung von Flächen genutzt.
Die Anlage ist ein riesiges System. Sie reinigt das Abwasser aus 13 Ortschaften. Das Wasser kommt über ein 74 Kilometer langes Kanalnetz und 18 Pumpwerke an. An trockenen Tagen fließen täglich zwischen 1.500 und 2.500 Kubikmeter Wasser durch die Anlage, wobei etwa 15 Reinigungszyklen durchlaufen.
Geschäftsleiter Markus Kraus erklärte, dass die Anlage vor kurzem modernisiert wurde. Das kostete über sieben Millionen Euro. Der Umbau war nötig, weil die alte Technik die strengen gesetzlichen Grenzwerte nicht mehr einhalten konnte und die wasserrechtliche Erlaubnis Ende 2022 auslief. Aktuell ist die Anlage für 15.000 Einwohner ausgelegt, kann aber bei Bedarf auf 20.000 erweitert werden.
Das vierköpfige Team kümmert sich nicht nur um die Hauptanlage, sondern auch um die Anlage in Zettmannsdorf/Oberneuses und nimmt Schlamm aus kleinen privaten Anlagen an. Die Arbeit ist vielfältig und reicht von Labortests über Elektrotechnik bis hin zur Wartung.
Ein Punkt sorgt jedoch für Ärger: Verstopfungen in den Pumpen. Peter Pfohlmann bat die Bürger deshalb dringend darum, keine Feuchttücher in die Toilette zu werfen. Diese verursachen Störungen und Kosten, die am Ende alle Bewohner über die Abwassergebühren bezahlen müssen. Auch Essensreste gehören nicht in den Abfluss, da sie Ungeziefer anlocken.
Quelle: Burgebrach – zur Originalmeldung