Stadtwerke Lemgo machen deutlich mehr Gewinn als geplant
Die Stadtwerke Lemgo (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) haben ihr Geschäftsjahr 2025 besser abgeschlossen als erwartet. Eigentlich war geplant, dass das Ergebnis genau ausgeglichen ist. Am Ende steht jedoch ein Überschuss von 631.000 Euro im Kassenbuch. Geschäftsführer Matthias Sasse erklärt, dass man bewusst vorsichtig geplant hatte, weil die Lage auf den Energiemärkten und die Weltpolitik kaum berechenbar waren.
Das Geld kommt trotz vieler Baustellen. Die Stadtwerke stemmen derzeit mehrere große Projekte gleichzeitig. Am Liemer Weg wird ein großer Wärmespeicher gebaut. Zudem kommen eine Luft-Wärmepumpe und eine Power-to-Heat-Anlage dazu. Diese Anlagen sollen Strom aus erneuerbaren Quellen in Wärme verwandeln und speichern, damit die Fernwärme in der Stadt zukunftssicher wird.
Besonders die Bürger von Lemgo haben mitgeholfen. Über eine digitale Plattform konnten Menschen Kredite zwischen 500 und 25.000 Euro geben, um den Wärmespeicher mitzufinanzieren. Die Nachfrage war so groß, dass die Stadtwerke das Angebot von einer Million auf zwei Millionen Euro verdoppelt haben. Das Geld war innerhalb weniger Tage vergeben.
In den einzelnen Bereichen lief es unterschiedlich. Die Energieerzeugung und die Fernwärme wuchsen, auch wenn die Kosten für Material und Personal stiegen. Im Stromgeschäft lief es schlechter als im Vorjahr, da die Marktpreise sanken. Auch die Wassersparte machte ein Minus von 529.000 Euro, weil viel Geld in die Infrastruktur investiert wurde. Im Gasgeschäft fraßen hohe Kosten für CO2-Zertifikate die Gewinne aus höheren Absatzmengen wieder auf.
Auch im Stadtbild gibt es Neuerungen: Seit Dezember 2025 fahren die Busse der SLG Stadtbus Lemgo GmbH komplett elektrisch. Die Sanierung der Parkpalette Bruchweg läuft noch und wird voraussichtlich bis 2027 dauern.
Zuletzt investiert die Stadt in das Freizeitbad Eau-Le. Obwohl die Kosten für Personal und Energie dort hoch sind, wird ein neues Gebäude für die Filtertechnik gebaut. Die Becken im Hallenbad bekommen Edelstahl-Auskleidungen und im Saunagarten entsteht eine neue Aufgusssauna.
Geschäftsführer Matthias Sasse blickt optimistisch auf das Jahr 2026, auch wenn die Märkte weiterhin schwanken könnten.
Quelle: Lemgo – zur Originalmeldung