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Stadtlengsfeld: Feuerwehr setzt auf digitale Alarmierung

Die Freiwillige Feuerwehr in Stadtlengsfeld nutzt jetzt ein neues System, um ihre Leute schneller zum Einsatz zu rufen.

In Stadtlengsfeld (Wartburgkreis, Thüringen) setzt die Freiwillige Feuerwehr auf moderne Technik. Seit einigen Wochen nutzen die Kameraden einen digitalen Alarmdispatcher. Das System funktioniert über die Smartphones, die die meisten Einsatzkräfte ohnehin immer dabei haben.

Wenn die Leitstelle einen Alarm auslöst, geht die Nachricht nicht nur an den Funkmeldeempfänger, sondern auch an eine Box im Feuerwehrgerätehaus oder per E-Mail. Von dort aus schickt der Dispatcher die Information direkt auf die Handys der Feuerwehrleute. Diese können sofort per Klick zurückmelden, ob sie zum Einsatz kommen können oder nicht.

Im Gerätehaus gibt es einen Monitor, auf dem alle Rückmeldungen gesammelt werden. Wer als Erster eintrifft, sieht sofort, wie viele Leute bereitstehen. Wenn die Truppe für die Größe des Einsatzes zu klein ist, kann die Verstärkung schnell angefordert werden. Zudem liefert das System wichtige Details: Die Feuerwehrleute wissen genau, was passiert ist und wo es brennt. Sogar Straßenlage- und Hydrantenpläne werden mitgeschickt. Wehrführer Torsten Leimbach und sein Stellvertreter Stefan Frank sagen, dass der Informationsfluss dadurch viel besser ist und die Reaktionszeit sinkt.

Die Feuerwehr in Stadtlengsfeld ist an neue Technik gewöhnt. Schon Anfang der 2000er-Jahre wurde die Alarmierung per SMS eingeführt. Das ist wichtig, da die Wehr einen besonderen Aufgabenbereich hat. Sie ist nah an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen gelegen und zuständig für das Gebiet von Hartschwinden bis zur Krayenberg-Region. Während früher viele Verkehrsunfälle auf der B 285 den Alltag prägten, sind es heute eher Unwetterschäden wie Hochwasser oder umgestürzte Bäume.

Besondere Herausforderungen gibt es im Stadtgebiet, vor allem bei der Burg-Klinik. Da dort Patienten liegen, können keine normalen Brandschutzübungen stattfinden. Stattdessen setzt die Feuerwehr auf Begehungen und gemeinsame Einsatzpläne. Auch auf trockenere Sommer und mögliche Waldbrände bereitet sich die Truppe vor, da hier die Koordination und der Wassertransport schwierig sind.

Um Nachwuchs zu gewinnen, lädt die Feuerwehr jedes Jahr am 1. Mai zum Tag der offenen Tür ein. Die Technik wird dabei mit Schauübungen vorgestellt. Zum Fuhrpark gehören ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSFW), ein Löschgruppenfahrzeug (LF8/6) und ein Einsatzleitwagen (ELW 1). Das Feuerwehrgerätehaus selbst steht auf dem Gelände eines ehemaligen Porzellanwerkes.

Quelle: Stadtlengsfeld – zur Originalmeldung

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