Speyer lässt Messflugzeug zur Hitzemessung steigen
Die Stadt Speyer (Rheinland-Pfalz) will genauer wissen, welche Bereiche im Stadtgebiet bei Hitze besonders stark aufheizen. Deshalb plant die Verwaltung für Mittwoch, den 29. Juli 2026, eine sogenannte Thermografiebefliegung. Mit Wärmebildkameras aus der Luft soll sichtbar gemacht werden, wo die Temperaturen extrem steigen und welche Flächen die Wärme nachts kaum abgeben.
Die Firma Aerowest aus Dortmund übernimmt den Auftrag. Geplant sind zwei Flüge, die jeweils etwa zwei Stunden dauern. Der erste startet ganz früh am Morgen zwischen 4 und 6 Uhr, wenn es am kühlsten ist. Der zweite Flug findet am Nachmittag zwischen 14.30 und 16.30 Uhr statt, wenn die Sonne die Stadt am stärksten aufheizt. Durch den Vergleich dieser beiden Zeiten erkennt man die problematischen Hitzezonen.
Zum Einsatz kommt ein zweimotoriges Messflugzeug vom Typ Vulcanair P68C mit dem Kennzeichen D-GMAP. An Bord ist das System IGI EcoMapper, das sehr präzise Wärmebilder macht. Da die Technik so leistungsstark ist, kann das Flugzeug in etwa 1.500 Metern Höhe fliegen. Das ist doppelt so hoch wie bei anderen Systemen. Für die Anwohner ist das ein Vorteil, da das Flugzeug weniger Lärm macht und schneller fertig ist.
Die Daten fließen in den sogenannten Digitalen Zwilling von Speyer ein. Das ist ein digitales Modell der Stadt, in dem auch Infos zu Gebäuden, Bäumen und versiegelten Flächen gespeichert sind. So kann die Stadt besser planen, wo neue Bäume gepflanzt oder Flächen entsiegelt werden müssen, um die Stadt kühler zu machen. Das Projekt wird vom Klimaschutzministerium Rheinland-Pfalz gefördert.
Wer das Flugzeug live verfolgen will, kann dies über die Seiten Flightradar24 oder Flightaware unter der Kennung D-GMAP tun. Da die Messungen nur bei trockenem Wetter, wenig Wolken und stabiler Sommerhitze funktionieren, kann der Termin kurzfristig verschoben werden.
Quelle: Speyer – zur Originalmeldung