Spandau: Mann mit Luftgewehr in den Bauch geschossen
Es war Sonntag Nacht gegen 1:30 Uhr, als ein 32-Jähriger und sein Bekannter in Spandau (Berlin) zu Fuß unterwegs waren. Die beiden liefen auf dem Gehweg des Falkenseer Damms in Richtung Falkenseer Chaussee. Plötzlich hörten sie auf Höhe der Groenerstraße ein dumpfes Geräusch. In diesem Moment wurde der 32-Jährige am Bauch getroffen.
Der Begleiter schaute sich sofort um und entdeckte einen Mann auf dem Balkon einer Wohnung im ersten Stock. Das Haus liegt in der Groenerstraße. Als der Zeuge den Mann ansprach, verschwand dieser erst in seiner Wohnung. Doch kurz darauf tauchte der Verdächtige wieder vor dem Haus auf. Er hielt einen Gegenstand in der Hand, der wie ein Gewehr aussah, bevor er wieder im Gebäude verschwand. Die beiden Männer riefen sofort die Polizei.
Die Beamten konnten die Wohnung schnell ausfindig machen. Spezialeinheiten vom Landeskriminalamt stürmten die Räume und nahmen einen 28-jährigen Mann fest. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten ein ganzes Arsenal: Ein Luftdruckgewehr mit Stahlkugeln, eine Schreckschusswaffe samt Munition, ein Butterflymesser und sogar ein Beil wurden mitgenommen.
Der 32-Jährige hatte nur eine oberflächliche Verletzung an der Haut. Die Retter versorgten ihn direkt vor Ort, sodass er nicht ins Krankenhaus musste. Der 28-jährige Verdächtige hingegen verletzte sich im Gesicht, als die Polizei ihn festnahm. Er wurde kurzzeitig in einem Krankenhaus behandelt und konnte danach wieder entlassen werden.
Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.