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Spandau: BMW-Fahrer bedroht Polizisten mit Spielzeugwaffe

In der Nacht zum Morgen kam es in Spandau zu einer gefährlichen Fahrt. Ein 20-Jähriger bedrohte Beamte und Passanten mit einer Waffe, die sich später als Spielzeug entpuppte.

Gegen 1:40 Uhr fuhren drei Polizisten in einem zivilen Dienstwagen über die Charlottenburger Chaussee (Spandau, Berlin). Sie befanden sich auf der linken Spur, als ein BMW auf der rechten Seite an ihnen vorbeizog. Während des Überholens passierte das Unerwartete: Der Fahrer des BMW richtete eine Waffe direkt auf den Beamten, der auf dem Beifahrersitz saß.

Die Polizisten im Wagen duckten sich sofort weg und bremsten ab. Sie riefen schnell Verstärkung und setzten den BMW in einer Verfolgungsjagd. Kurz darauf sahen die Beamten, wie die Insassen des Wagens eine weitere Person bedrohten. Die Waffe wurde dabei einfach aus dem Fenster gehalten, während der Wagen auf Höhe des Polizeigeländes an der Charlottenburger Chaussee vorbeifuhr.

Schließlich konnten Polizisten vom Abschnitt 22 den BMW an der Kreuzung Ruhlebener Straße und Klosterstraße stoppen. Die Beamten zogen ihre eigenen Dienstwaffen und befahlen allen Insassen, auszusteigen und sich flach auf den Boden zu legen. Im Wagen saßen drei Männer im Alter von 20 und zweimal 18 Jahren sowie eine 24-jährige Frau und eine 17-jährige Jugendliche.

Bei der Durchsuchung des Autos machten die Polizisten eine überraschende Entdeckung: Es waren insgesamt drei Spielzeugwaffen an Bord. Trotzdem nahmen die Beamten den BMW und den Führerschein des 20-jährigen Fahrers mit.

Zwei der Männer, ein 20-Jähriger und ein 18-Jähriger, wurden festgenommen und für die Identitätsfeststellung festgenommen. Später durften sie wieder gehen. Die anderen drei Mitfahrer wurden noch direkt am Ort der Festnahme entlassen.

Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Berlin – zur Originalmeldung

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