Sondershausen: Neue Grabsteine für Opfer eines Grubenunglücks
Auf dem Friedhof im Ortsteil Kleinberndten (Sondershausen, Thüringen) gibt es nun eine neue Gedenkstätte. Die Stadt hat die Anlage für die Opfer eines Grubenunglücks aus dem Jahr 1942 umfassend erneuert.
Damals geschah im Schacht Ludwigshall ein schweres Unglück. Insgesamt starben 145 Menschen. Fünf dieser Opfer kamen aus Kleinberndten und wurden auf dem örtlichen Friedhof begraben. Über die Jahre hatten Wind und Wetter den ursprünglichen Holzkreuzen stark zugesetzt. Die Kreuze waren teilweise nicht mehr stabil und mussten dringend ausgetauscht werden.
Jetzt stehen dort drei neue Grabsteine aus Naturstein. Die Firma Spangenberg Naturstein und Grabmale hat die Steine gespendet. Die Stadt Sondershausen hat sich um die Beschriftungen und die Arbeit vor Ort gekümmert. Dabei wurde auch ein benachbartes Grab eines Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg wieder hergerichtet und in die Anlage integriert.
Laut Michael Asche von der Stadtverwaltung soll die Erinnerung an die Opfer so dauerhaft und würdig erhalten bleiben. Die neue Gestaltung sorgt dafür, dass auch spätere Generationen wissen, was an diesem Ort passiert ist.