Motorradfahrer rast durch Dörfer und stürzt schwer
Alles begann am Mittwochmittag in Großbrüchter (Kyffhäuserkreis, Thüringen). Beamten der Polizei fiel dort ein Motorrad auf, das kein Kennzeichen hatte. Zudem fuhr der Mann auf der falschen Seite der Straße. Die Polizisten wollten ihn deshalb anhalten. Sie wendeten ihren Streifenwagen und gaben eindeutige Haltesignale.
Doch der 28-jährige Fahrer hielt nicht an. Stattdessen gab er Gas und raste mit hoher Geschwindigkeit davon. Es entwickelte sich eine Verfolgungsfahrt über die Landstraße 1032. Der Mann fuhr durch die Orte Großbrüchter, Toba, Wiedermuth und Ebeleben. Dabei setzte er seine Fahrt mehrfach im Gegenverkehr fort und brachte andere Menschen in Gefahr. In Toba kam es fast zu einem schweren Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Lkw.
Die Polizisten hielten mit dem Streifenwagen Schritt. Innerorts fuhren sie teilweise über 100 km/h, außerhalb erreichten sie Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h. Schließlich verlor der Motorradfahrer in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er prallte mit voller Wucht gegen ein Verkehrszeichen am Straßenrand.
Der Mann wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Da er schnellstmöglich versorgt werden musste, kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, der ihn in ein Krankenhaus brachte. Dort wurde er operiert.
Nach dem Unfall stellten die Beamten fest, dass der 28-Jährige gar keinen Führerschein besitzt. Zudem scheint das Motorrad technisch manipuliert worden zu sein.
Die Polizei sucht nun nach Zeugen. Alle Verkehrsteilnehmer, die während der Verfolgungsfahrt etwas beobachtet haben, sollen sich unter der Telefonnummer 0361/57 43 65 100 bei der Polizeiinspektion Kyffhäuser melden.
Ob und inwieweit sich der Fahrer strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Landespolizeiinspektion Nordhausen – zur Originalmeldung