Solingen: Bewohner wegen Gasverdacht aus Haus geräumt
In der Nacht zum 3. August kam es in der Neuenkamper Straße in Solingen (Nordrhein-Westfalen) zu einem medizinischen Notfall. Bewohner eines Hauses bemerkten plötzlich, dass ihnen schwindelig wurde und sie Kopfschmerzen bekamen. Sie hatten den Verdacht, dass sie durch Kohlenmonoxid vergiftet wurden. Dieses Gas ist gefährlich, weil man es weder riechen noch sehen kann. Deshalb wählten die Menschen den Notruf.
Die Feuerwehr rückte aus und kam gemeinsam mit den Stadtwerken Solingen an. Zuerst suchten die Einsatzkräfte in der betroffenen Wohnung nach dem Gas, konnten aber mit ihren Messgeräten nichts finden. Doch dann kam die Wende: Ein Notarzt untersuchte einen Bewohner und die Geräte des Rettungsdienstes zeigten plötzlich an, dass sich Kohlenmonoxid im Blut des Mannes befand.
Aus diesem Grund räumten die Retter sofort das restliche Haus. Alle weiteren Bewohner wurden ebenfalls getestet. Dabei kam heraus, dass bei allen Bewohnern geringe Mengen des Gases im Blut waren. Um ganz sicherzugehen, setzten die Einsatzkräfte drei verschiedene Messgeräte ein. Seltsamerweise konnte man im Gebäude selbst immer noch kein Gas nachweisen.
Um weitere Gefahren zu verhindern, schaltete der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke die Gasanlage des Hauses vorsichtshalrscheinlich ab. Zudem wurde der zuständige Bezirksschornsteinfeger informiert. Eine Bewohnerin durfte später wieder zurück in ihre Wohnung. Vier weitere Menschen wurden zur genauen Untersuchung in die Zentrale Notaufnahme gebracht.
Die Ermittlungen dauern an, um herauszufinden, wie das Gas in die Körper der Bewohner gelangt ist, obwohl die Messungen im Haus negativ blieben.