Großbrand in Solingen: Dachstuhl brennt komplett ab
Am Samstag gegen 12:36 Uhr ging bei der Feuerwehr in Solingen (Nordrhein-Westfalen) ein Notruf ein. In der Straße Werwolf 20 brannte ein Gebäude. Schon auf dem Weg zum Einsatzort sahen die Retter eine riesige Rauchwolke über der Polizeiwache. Die Lage war so ernst, dass die Alarmstufe noch während der Fahrt erhöht wurde. Insgesamt rückten die Wachen 1 und 3 sowie die Löscheinheit 5 der Freiwilligen Feuerwehr aus.
Weil der Rauch so stark war, schickte die Leitstelle eine Warnung über das Radio, die Nina-App und das Mowas-System raus. Die Menschen in der Umgebung sollten Fenster und Türen geschlossen halten.
Als die Feuerwehr am Haus ankam, stand der Dachstuhl des leerstehenden Gebäudes bereits in voller Breite in Flammen. Die Einsatzkräfte stellten sofort zwei Drehleitern auf. Von beiden Seiten wurde mit Wasser angegriffen, damit das Feuer nicht auf die Nachbarhäuser übergreift. So konnten sie den Brand schnell unter Kontrolle bringen.
Durch die Hitze wurde das Dach jedoch instabil. Mehrere Gauben stürzten in das Gebäude ein. Da Teile des Dachs lose waren und auf die Straße hätten fallen können, rief die Feuerwehr den technischen Berater Bau vom THW hinzu. Kurz darauf kam die Fachgruppe für Schwere Bergung aus Remscheid mit einem Schreitbagger. Mit der Maschine drückten die Helfer die gefährlichen Dachüberstände kontrolliert ins Innere des Hauses, damit weder Passanten noch die Retter verletzt wurden.
Die Straße musste deshalb zuerst komplett gesperrt werden. Später konnten die Autos zumindest wieder auf einer Spur vorbeifahren. Insgesamt waren etwa 45 Feuerwehrleute im Einsatz. Im Gebäude befand sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Arbeiten leicht an der Hand und wurde versorgt.
Nachdem alles gesichert war, übernahm die Löscheinheit 15 die Brandwache. Das Gebäude und der Gefahrenbereich bleiben abgesperrt.
Welche Ursache das Feuer hatte, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.