Soest lädt zum Tag der Selbsthilfe ein
Viele Menschen fühlen sich hilflos, wenn sie eine schlimme Diagnose bekommen oder eine chronische Krankheit haben. Damit niemand mit diesen Sorgen allein bleibt, gibt es im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) über 160 Selbsthilfegruppen. Das Prinzip ist einfach: Betroffene helfen Betroffenen. Man tauscht sich auf Augenhöhe aus, teilt Erfahrungen und gibt sich gegenseitig Mut für den Alltag. Auch Angehörige, die oft selbst stark belastet sind, finden hier Unterstützung.
Um diese Gruppen besser kennenzulernen, findet am Sonntag, den 27. September, der Tag der Selbsthilfe statt. Von 10 bis 15 Uhr sind im Petrushaus am Petrikirchhof 10 in Soest mehr als 20 Gruppen mit eigenen Ständen dabei. Interessierte können dort ganz unverbindlich Fragen stellen und erste Kontakte knüpfen.
Das Angebot ist breit gefächert. Es gibt Informationen zu psychischen Themen wie Depressionen, Angstzuständen, Burnout, ADHS oder Autismus. Auch körperliche Erkrankungen wie Rheuma, Osteoporose, Schlaganfälle oder verschiedene Krebsarten (zum Beispiel Brust-, Prostatakrebs oder Leukämie) werden abgedeckt. Zudem gibt es Stände zu Sehbehinderungen, Suchterkrankungen, Gewalterfahrungen sowie eine Gruppe für verwaiste Eltern.
Vor Ort ist auch das Team der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) präsent. Die KISS hilft Menschen dabei, genau die Gruppe zu finden, die zu ihrer Situation passt. Wenn es keine passende Gruppe gibt, unterstützt die Stelle auch dabei, eine neue zu gründen.
Der Eintritt ist kostenlos und man muss sich nicht vorher anmelden. Wer vorab Fragen hat, kann das KISS-Team unter der Telefonnummer 02921/30-2162 oder per E-Mail an [email protected] erreichen. Weitere Infos gibt es auf der Webseite www.kreis-soest.de/kiss.