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Seewald und Waldachtal gewinnen Solarkreisliga im Landkreis Freudenstadt

Copyright und Urheber siehe Landkreis Freudenstadt

Die Gemeinden Seewald und Waldachtal haben beim Ausbau von Solaranlagen im Landkreis Freudenstadt die Nase vorn. Besonders große Firmendächer halfen beim Sieg.

Im Landkreis Freudenstadt (Baden-Württemberg) wurde die Auswertung der Solarkreisliga für das Jahr 2025 bekannt gegeben. Die Gemeinde Seewald belegt den ersten Platz. Pro Einwohner wurden dort 258 Wattpeak an neuer Solarleistung installiert. Auf dem zweiten Platz folgt die Gemeinde Waldachtal mit 199 Wattpeak pro Kopf.

Damit gewinnen die beiden Orte einen Wettbewerb, der bereits 2020 vom PV-Netzwerk Nordschwarzwald gestartet wurde. Die Berechnung ist fair: Es wird nicht nur auf die Gesamtzahl der Anlagen geschaut, sondern die Leistung auf Dächern und Balkonen auf die Einwohnerzahl umgerechnet. So können kleine Gemeinden mit großen Firmen oder öffentlichen Gebäuden mithalten.

In Seewald war vor allem die Firma Pfeifle-Holz GmbH & Co. KG entscheidend. Das Unternehmen hat im Schorrental eine große Anlage mit 374 kWp auf dem Dach installiert. Geschäftsführer Thomas Pfeifle berichtet, dass der Weg dorthin kein Spaziergang war. Er wollte eigentlich eine noch größere Anlage bauen, musste das Projekt aber wegen Problemen mit Versicherungen und dem Stromnetz abspecken. Die hohen Strompreise ab 2023 waren der Hauptgrund für den Bau. Die Firma deckt damit etwa 13 Prozent ihres Strombedarfs selbst ab. Die Anlage soll sich in rund acht Jahren rechnen.

Auch Waldachtal hat stark investiert, vor allem auf eigenen Flächen. Dort wurden vier Anlagen auf dem Bauhof, dem Kinderhaus im Himmelreich und der alten Feuerwehrgarage in Oberwaldachtal installiert. Insgesamt kamen so 406 kWp an Leistung zusammen.

Bei der Preisverleihung waren unter anderem der Erste Landesbeamte Reinhard Geiser und die Klimaschutzmanagerin Lene Steffen dabei. Geiser betonte, dass der Landkreis gerade bei knappen Kassen auf die Hilfe von Firmen und Bürgern angewiesen ist, um die Klimaziele zu erreichen. Bürgermeister Dominik Damrath aus Seewald lobte den Mut der Firma Pfeifle-Holz, trotz der vielen Bürokratie innovativ zu handeln.

Die Klimaschutzmanagerin Lene Steffen warnt jedoch, dass Baden-Württemberg insgesamt zu langsam beim Solar-Ausbau ist. Wenn es so weitergeht, könnten die Landesziele für 2040 gefährdet sein. Deshalb will das PV-Netzwerk weiterhin zeigen, wie der Ausbau erfolgreich funktioniert und den Beteiligten helfen.

Quelle: Landkreis Freudenstadt – zur Originalmeldung

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