Seeheim-Jugenheim: Aktion für sicherere Schulwege an Tannenbergschule
In der ersten Woche nach den Sommerferien war es rund um die Tannenbergschule in Seeheim-Jugenheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen) morgens besonders lebhaft. Täglich zwischen 7.20 Uhr und 8 Uhr waren dort Schülerlotsen im Einsatz. Eine Arbeitsgruppe aus Eltern hatte die Aktion zusammen mit der Schulleitung auf die Beine gestellt. Ziel ist es, den Schulweg für die Kinder sicherer zu machen, da der Bringverkehr oft für gefährliche Situationen sorgt.
Zwei Mitarbeiter der Kommunalpolizei haben die Gruppe dabei unterstützt. Gemeinsam mit Eltern und Schülern, die Warnwesten trugen, verteilten sie Flyer und sprachen mit den Autofahrern. Am zweiten Tag der Woche schaute auch Bürgermeisterin Birgit Kannegießer vorbei, um sich die Lage anzusehen.
Ein besonderer Kritikpunkt ist der Weedring. Dort soll nicht gehalten, geparkt oder gewendet werden. Die Straße ist eng und die wenigen Parkplätze sind meist belegt. Wenn Eltern ihre Kinder dort einfach absetzen, wird es für alle gefährlich. Stattdessen gibt es im Grundweg eine sogenannte Kiss & Ride-Zone. Laut Joana Roß vom Orgateam hielten sich bereits in den ersten Tagen nur wenige Eltern nicht an diese Vorgabe.
Die Lotsen wollten die Eltern freundlich ansprechen und auf die Gefahren aufmerksam machen, statt sie zu kontrollieren oder zu belehren. Laut Bürgermeisterin Kannegießer zeigte sich schon schnell ein deutlicher Unterschied zum normalen Verkehrsgeschehen während der Bringzeiten.
Die Aktionswoche war erst der Anfang. Jetzt folgt die sogenannte Schulweg-Challenge. Über drei Wochen lang sammeln die Klassen Punkte, wenn sie den Weg zur Schule aktiv und sicher zurücklegen. Damit soll erreicht werden, dass mehr Kinder zu Fuß kommen und die Verbesserungen aus der Lotsen-Woche dauerhaft bleiben.