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Schwetzingen baut Barrierefreiheit und Digitalisierung weiter aus

Ausschnitt aus dem Ämterverzeichnis Copyright und Urheber siehe Schwetzingen

Die Stadt zieht eine positive Bilanz bei der Inklusion und plant neue Projekte für Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig wird die Verwaltung digitaler.

Im Verwaltungsausschuss am 15. Juli 2026 ging es um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Schwetzingen (Baden-Württemberg). Der Behindertenbeauftragte Martin Köhl hat einen Bericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Mai 2026 vorgelegt. Er zieht ein positives Fazit: Die Beratung im Rathaus und per Telefon läuft gut, und viele städtische Bauprojekte werden auf Barrierefreiheit geprüft.

Konkret geht es dabei zum Beispiel um die neuen „Schwetzinger Höfe“, die Erweiterung der Zeyher-Grundschule und das städtische Museum. Auch in den Verwaltungsgebäuden soll es bald breitere Türen, Rollstuhlrampen und eine bessere Beschilderung geben. Damit auch die Öffentlichkeit das Thema versteht, gab es Angebote wie einen Rollstuhl-Parcours beim Ferienspaß. Zudem kommen Videos in Gebärdensprache auf die Internetseite der Stadt.

Ein wichtiger Partner ist der Inklusionsbeirat, der seit Ende 2023 ehrenamtlich arbeitet. Gemeinsam mit dem TV Schwetzingen wurden Bundesliga-Spieltage im Powerchair-Football und Goalball organisiert. Für die Zukunft plant der Beirat ein inklusives Café als Treffpunkt und möchte vor allem jüngere Mitglieder gewinnen. Da einige Leute aus dem Beirat ausgeschieden sind, sollen Jessica Jörg und Christine Franz-Villinger nachrücken. Der Gemeinderat entscheidet darüber am 29. Juli 2026.

Interessant ist, dass dieser ganze Aufwand mit wenig Geld erledigt wurde. Die Ausgaben im Berichtszeitraum lagen bei insgesamt rund 3.500 Euro. Das Geld floss unter anderem in die Plattform „Schwetzingen Hürdenlos“, in Gebärdensprachdolmetscher und in Aufwandsentschädigungen für den Beirat. Künftig sollen Bürger auf dieser Plattform selbst Infos zur Barrierefreiheit von Gebäuden eintragen können. Außerdem plant die Stadt eine „Stille Stunde“ im Einzelhandel für Menschen, die empfindlich auf Reize reagieren.

Parallel dazu wird die Stadtverwaltung digitaler. Es gibt bereits Online-Anträge für Wohngeld, eine elektronische Wohnsitzanmeldung und Handyparken. Auch im Bürgerbüro werden jetzt digitale Unterschriftenpads genutzt. Als Nächstes will die Stadt eine eigene Bürger-App einführen, Formulare komplett papierlos machen und Künstliche Intelligenz in die Verwaltung einbinden.

Die Beschlüsse des Ausschusses waren einstimmig. Wer die Details lesen will, findet die Unterlagen unter http://ratsinfo.schwetzingen.de.

Quelle: Schwetzingen – zur Originalmeldung

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