Schwalbach am Taunus: Grillverbot wegen hoher Brandgefahr
In Schwalbach am Taunus (Main-Taunus-Kreis, Hessen) ist die Lage im Wald und auf den Feldern kritisch. Die Böden sind staubtrocken, die Temperaturen hoch. Das bedeutet: Schon ein kleiner Funke kann einen riesigen Brand auslösen. Deshalb hat das Forstministerium die Alarmstufe A ausgerufen. Das ist die zweithöchste Warnstufe.
Für die Bewohner hat das konkrete Folgen. In allen öffentlichen Parks und Grünanlagen der Stadt ist das Grillen jetzt verboten. Das gilt auch für mobile Grills und Shishas. Wer seinen Garten aufräumt, darf pflanzliche Abfälle nicht verbrennen. Auch Genehmigungen für Brauchtumsfeuer gibt es aktuell nicht.
Die Stadt bittet alle Bürger, extrem vorsichtig zu sein. In den Wäldern gilt ein Rauchverbot. Zigarettenkippen und Streichhölzer dürfen auf keinen Fall in die Natur oder aus dem Auto geworfen werden. Auch Glasflaschen und Scherben müssen ordentlich entsorgt werden, da sie wie ein Brennglas wirken und trockenes Gras entzünden können.
Besonders wichtig ist das Parken: Autos gehören nur auf die offiziellen Parkplätze. Ein heißer Katalysator kann im trockenen Gras sofort ein Feuer starten. Außerdem müssen die Zufahrten für die Feuerwehr im Wald unbedingt frei bleiben.
Bürgermeister Thomas Milkowitsch warnt, dass bereits eine einzige weggeworfene Zigarette Wohngebiete und die Natur gefährden kann. Wer Rauch sieht oder ein Feuer entdeckt, soll sofort die 112 anrufen.
Die Verbote gelten bis auf Weiteres. Die Stadt bittet um Verständnis für die strengen Maßnahmen.