Schülerinnen aus Tansania zu Gast im Gräfelfinger Rathaus
Zehn Schülerinnen aus Tansania verbringen gerade zwei Wochen in Deutschland. Sie kommen von der Partnerschule Emmaberg und werden von ihrem Schulleiter Imani Msambwa sowie den Lehrkräften Moses Lwila und Sturida Kisega begleitet. In Gräfelfing (Landkreis München, Bayern) werden sie von Lehrkräften des Kurt-Huber-Gymnasiums und Benja Rückert betreut.
Ein wichtiger Punkt auf ihrem Programm war der Besuch im Rathaus. Bürgermeister Peter Köstler empfing die Gäste herzlich. Die Jugendlichen wollten wissen, wie es in Gräfelfing zugeht und wie die Politik im Ort funktioniert. Dabei kam zur Sprache, warum die Gemeinde seit Jahren etwa 14.000 Einwohner hat. Köstler erklärte, dass man das Bauen bewusst einschränkt, damit keine riesigen Wohnkomplexe entstehen. Zudem sei der Ort durch Wälder und Nachbargemeinden räumlich begrenzt.
Die Gäste sprachen auch über die Lage des Ortes. Die Bahnverbindung nach München sei ein großer Vorteil, während die Autobahn zwar für gute Anbindungen sorge, den Ort aber gleichzeitig in zwei Teile teile. Deshalb gibt es sieben Brücken, die die Ortsteile verbinden. Ein weiteres Thema war die Integration. Der Bürgermeister berichtete, dass viele verschiedene Nationalitäten im Ort leben und sich viele Ehrenamtliche bei der Hilfe für Geflüchtete engagieren.
Die Schülerinnen aus Tansania waren vor allem vom Campus des Kurt-Huber-Gymnasiums beeindruckt. Ihnen gefielen die großen Freiflächen, die Cafeteria und die Kunstwerke in den Fluren. Ihr Aufenthalt begann mit einem gemeinsamen Trip in eine Jugendherberge in Garmisch-Partenkirchen. Mittlerweile wohnen die Mädchen in Gastfamilien, wobei jeweils zwei Schülerinnen zusammen in einem Zimmer schlafen.
Das Projekt wird von ENSA und der Stiftung Jugendaustausch Bayern unterstützt. In diesem Jahr geht es unter anderem um die Themen Frieden, Gerechtigkeit sowie Flucht und Migration. Neben dem Rathausbesuch stehen Ausflüge nach München, zum Staffelsee und in den Wildpark Poing auf dem Plan. Zum Abschied schenkten die Schülerinnen dem Bürgermeister einen Kitenge, einen traditionellen, bunten Baumwollstoff aus Ostafrika.
Die Partnerschaft zwischen der Mädchenoberschule Emmaberg und dem Kurt-Huber-Gymnasium wird durch die Tansania-AG der Schule gepflegt, die für alle Schülerinnen und Schüler offen ist.
Quelle: Gräfelfing – zur Originalmeldung