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Schüler entdecken Wasserkraft an der Frischenmühle

Copyright und Urheber siehe Landkreis Kulmbach

Wie wird aus Wasser Strom? Schüler der Carl-von-Linde-Realschule besuchten eine Praxiswerkstatt in Unterzettlitz.

Am 30. Juli 2026 ging es für Jugendliche der Carl-von-Linde-Realschule aus Kulmbach (Landkreis Kulmbach, Bayern) zur Frischenmühle nach Unterzettlitz. Dort fand zum fünften Mal der Tag der Wasserkraft statt. Der Besitzer der Mühle, Hartmut Kolb, öffnete seine Anlage für die Schüler. Gemeinsam mit dem Landkreis und der Schule organisierte er diesen Praxistag bei der Bayerischen Energietage.

Der Energieberater Horst Wettermann erklärte den Jugendlichen vor Ort, wie die Technik funktioniert und wie genau aus dem fließenden Wasser Strom wird. Die Anlage der Frischenmühle ist leistungsstark: Rechnerisch könnten damit etwa 60 Haushalte mit Strom versorgt werden. Allerdings ist die Produktion wetterabhängig. Wenn es zu lange trocken bleibt oder es ein Hochwasser gibt, sinkt die Strommenge.

Ein wichtiger Punkt war auch der Schutz der Natur. Stefan Weigel aus Neuenreuth zeigte den Schülern eine spezielle Fischaufstiegshilfe. Diese sorgt dafür, dass Fische das Wehr überwinden können und flussaufwärts zu ihren Laichplätzen gelangen.

Neben der Technik ging es auch um die berufliche Zukunft. Lea Spörl von der Firma W.E.T. und Stephan Otte von der Richter Steuerungstechnik aus Krumme Fohre bei Kasendorf stellten ihre Betriebe vor. Beide Firmen betreuen die Anlage der Frischenmühle technisch. Sie erklärten den Schülern, welche Jobs es in der Energie- und Steuerungstechnik gibt.

Der Ausflug zeigte auch, wie gut der Landkreis Kulmbach bei den erneuerbaren Energien dasteht. Laut Bayerischem Energieatlas werden bereits 93 Prozent des Strombedarfs im Landkreis durch grüne Energie gedeckt. Das ist deutlich mehr als die Ziele, die man sich früher für 2020 oder 2030 gesetzt hatte. Insgesamt werden jährlich 331.313 Megawattstunden aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Den größten Teil liefert die Windkraft mit 44,7 Prozent, gefolgt von Photovoltaik-Anlagen auf Feldern und Dächern. Die Wasserkraft steuert mit 1,8 Prozent einen kleineren, aber wichtigen Teil bei, da diese Kraftwerke nach einem großen Stromausfall eigenständig wieder starten können.

Quelle: Landkreis Kulmbach – zur Originalmeldung

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