Schöneiche bei Berlin: Bürgerhaushalt trotz Geldnot geplant
In Schöneiche bei Berlin (Landkreis Oder-Spree, Brandenburg) wird wieder über den Bürgerhaushalt diskutiert. Die Verwaltung arbeitet derzeit noch am Plan für 2026 und führt den Haushalt deshalb vorläufig. Das Geld ist knapp, weil die Gemeinde in den letzten Jahren viel in Baumaßnahmen investiert hat. Jetzt müssen wichtige Projekte gestrichen werden.
Das hat auch Auswirkungen auf den Bürgerhaushalt. Die Gemeindevertretung muss am 24. März 2026 entscheiden, ob das Budget für die Bürgerideen gekürzt wird. Es könnte sein, dass deutlich weniger Geld zur Verfügung steht als in den Jahren zuvor. Ob der Bürgerhaushalt für 2027 genau so stattfindet, steht daher noch nicht fest. Die Arbeitsgruppe geht aber davon aus, dass das Format erhalten bleibt.
Wer Ideen für die Gemeinde hat, kann diese bis zum 30. April 2026 einreichen. Die Verwaltung bittet jedoch darum, kleine und kurzfristige Vorschläge zu schicken, die nicht viel kosten. Beispiele sind öffentliche Bücherschränke, Wasserspender, neue Sitzbänke oder Blühstreifen. Große Projekte können momentan nicht berücksichtigt werden. Zudem müssen erst noch die Projekte für 2025 (Bühne für den Schlosspark) und 2026 (Ausgestaltung des Schlossparks) umgesetzt werden. Dinge wie neue Straßen oder Änderungen bei Tempolimits sind über den Bürgerhaushalt grundsätzlich nicht möglich.
Die Vorschläge können per E-Mail an [email protected], über das Online-Kontaktformular oder per Post eingereicht werden. Es gibt dafür spezielle rote Briefkästen. Diese stehen im EDEKA-Markt in der Brandenburgischen Straße 153, an der Musikschule in der Rüdersdorfer Straße 65 sowie an den Bekanntmachungskästen in der Steinstraße/Am Rosengarten, der Geschwister-Scholl-Straße/R.-Breitscheid-Straße und der Friedrich-Ebert-Straße/Friedrichshagener Straße.
Sollte der Bürgerhaushalt 2027 nicht stattfinden, werden die Ideen automatisch auf das Jahr 2028 übertragen. Die Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt sucht zudem weiterhin nach neuen Mitgliedern.