Zum Inhalt springen
newssofort.de

Schönefeld: Mähroboter dürfen nachts nicht mehr fahren

Wer in Schönefeld einen Rasenmähroboter nutzt, muss jetzt auf die Uhr schauen. Der Landkreis verbietet den Einsatz der Geräte in der Nacht und in der Dämmerung.

Das hat Folgen für alle Gartenbesitzer in Schönefeld (Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg). Der Landkreis hat als Naturschutzbehörde eine neue Regelung erlassen: Mähroboter dürfen in den Nacht- und Dämmerungsstunden nicht mehr laufen. Das Verbot gilt immer ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis zu einer halben Stunde nach Sonnenaufgang am nächsten Tag.

Wer genau wissen will, wann die Geräte stehen müssen, sollte die Zeiten des Deutschen Wetterdienstes für Berlin-Brandenburg prüfen. Nur dann ist der Betrieb erlaubt.

Der Grund für das Verbot sind die Tiere im Garten. Vor allem Igel, aber auch kleine Säuger, Amphibien und Reptilien sind nachts aktiv. Die autonomen Roboter sind für sie eine tödliche Gefahr. Da die Geräte leise arbeiten, bemerken die Tiere sie oft zu spät. Die Technik ist zudem nicht gut genug, um kleine Tiere zuverlässig zu erkennen und rechtzeitig zu stoppen.

Besonders schlimm ist es beim Igel. Wenn er die Gefahr bemerkt, rennt er nicht weg, sondern rollt sich zusammen und bleibt auf der Stelle liegen. Das führt oft zu schweren Schnittverletzungen oder zum Tod des Tieres. Da der europäische Igel eine besonders geschützte Art ist und auf der Roten Liste steht, will der Landkreis ihn nun schützen.

Die gute Nachricht für die Besitzer: Tagsüber können die Roboter weiterhin wie gewohnt den Rasen kürzen. Nur die nächtlichen Einsätze sind ab sofort untersagt, um den gesetzlichen Artenschutz einzuhalten.

Quelle: Schönefeld – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Schönefeld

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Dahme-Spreewald

Alle ansehen