Dahme-Spreewald schließt Geflüchtetenunterkunft in Byhleguhre
Im Landkreis Dahme-Spreewald (Südosten von Brandenburg) ändern sich die Pläne für die Unterbringung von Geflüchteten. Das zuständige Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt hatte für das Jahr 2026 zuerst 521 Menschen vorgesehen. Nach einer Überprüfung wurde diese Zahl nun auf 493 Menschen gesenkt. Damit bleibt der Landkreis in etwa auf dem Niveau vom Vorjahr, als es 486 Menschen waren.
Die Zuweisung der Menschen läuft über die Zentrale Ausländerbehörde (ZABH) des Landes Brandenburg. Bis zum 30. Juni 2026 kamen so insgesamt 207 Menschen in den Landkreis. Die meisten von ihnen, nämlich 171 Menschen, stammen aus der Ukraine. Weitere 16 Menschen kommen aus Afghanistan. Auch Menschen aus Kenia, Südafrika, dem Tschad und der Türkei wurden zugewiesen.
Eine Veränderung gibt es bei den Unterkünften: Am 15. Oktober 2026 schließt der Landkreis die Gemeinschaftsunterkunft in Byhleguhre (Gemeinde Byhleguhre-Byhlen im Amt Lieberose Oberspreewald). Die Einrichtung war seit 2022 in Betrieb und wurde vom Diakonischen Werk Elbe-Elster geführt. Sie war mit 43 Plätzen vergleichsweise klein.
Nach der Schließung betreibt der Landkreis noch 16 Einrichtungen. Das sind Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungsverbünde, die über das gesamte Gebiet verteilt sind. Wer mehr Details zu Migration und Integration wissen will, kann die quartalsweise erscheinenden Fact-Sheets des Landkreises lesen. In der letzten Ausgabe aus dem zweiten Quartal 2026 ging es unter anderem um Einbürgerungen im Jahr 2025.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.