Schleswig: Wrack der Simone ist endlich weg
Im Wikinghafen in Schleswig (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein) ist es nun vorbei mit dem Schiffswrack der „Simone“. Am Donnerstag, den 20. August 2026, verließen die letzten Reste sowie das Containerschiff mit einem Bagger an Bord den Hafen. Damit ist die Aktion in der 34. Kalenderwoche beendet.
Einfach war das nicht. Zuerst wollte man das Wrack über das Wasser abtransportieren. Der Plan war, das Schiff zu sichern, in den Stadthafen zu bringen und von dort zur Werft nach Arnis zu schicken. Damit die „Simone“ überhaupt schwimmen konnte, sollten spezielle Planen unter dem Rumpf angebracht werden, die die Firma Oellerking bereitstellte. Doch das Wetter und die Wasserlage machten einen Strich durch die Rechnung. Die Planen konnten nicht richtig befestigt werden. Gleichzeitig verrottete das Wrack immer weiter, sodass ein Transport auf dem Wasser zu riskant geworden wäre.
Bevor die endgültige Lösung feststand, gab es viele Sicherungsmaßnahmen. Die Freiwillige Feuerwehr Schleswig, das THW und die Stadtwerke SH waren im Einsatz. Sie pumpten Wasser aus dem Schiff, dichteten Lecks ab und bauten den Mast ab, um die Lage zu stabilisieren.
Schließlich entschied man sich für den Rückbau direkt im Hafen. Die Deutsch-Dänische Wasserbau GmbH und die Schultz Recycling GmbH zerlegten das Schiff vor Ort. Das Material wurde entsorgt und verwertet. Ordnungsamtsleiter Julian Martens und Bürgermeister Jonas Kähler zeigten sich zufrieden, dass die schwierige Aufgabe nun erledigt ist.
Die ganze Aktion hat viel Geld gekostet. Die Stadt rechnet mit Ausgaben im niedrigen sechsstelligen Bereich. Wer genau für die Kosten aufkommt, wird die Stadt Schleswig nun auf Basis der Zuständigkeiten klären. Man steht dazu im Austausch mit dem Eigentümer des Schiffes.
Quelle: Schleswig – zur Originalmeldung