Schirgiswalde-Kirschau pflegt alte Partnerschaften mit Denkingen und Sundern
Nach dem Mauerfall im Herbst 1989 mussten die Verwaltungen in Schirgiswalde-Kirschau (Landkreis Bautzen, Sachsen) vieles neu aufbauen. In dieser Zeit halfen erfahrene Verantwortliche aus anderen Bundesländern den Bürgermeistern und Räten dabei, die Strukturen zu ändern. Aus dieser Hilfe entstanden im Jahr 1990 zwei feste Partnerschaften.
Die eine Verbindung besteht zur Gemeinde Denkingen im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Der Ort am Fuße der Schwäbischen Alb hat etwa 2600 Einwohner und ist heute vor allem durch einen starken Mittelstand geprägt. Die Partnerschaft begann damals mit der Gemeinde Kirschau und wurde 2010 durch den Zusammenschluss zur Stadt Schirgiswalde-Kirschau gefestigt. Besonders die Feuerwehren beider Orte stehen in engem Kontakt. Ein Highlight für die Besucher aus Sachsen ist der Albabtrieb, der alle drei Jahre stattfindet. Dabei treiben über 1000 Schafe von der Hochalb Klippeneck in den Ort, was jedes Mal als großes Volksfest gefeiert wird.
Parallel dazu besteht seit dem 24. August 1990 eine Partnerschaft mit der Stadt Sundern im Sauerland. Damals unterzeichneten der Schirgiswalder Bürgermeister Wolfgang Rösler sowie Bürgermeister Franz Josef Tigges und Stadtdirektor Hermann Willeke aus Sundern die Vereinbarung bei einem Festakt. Heute geht es dabei nicht mehr nur um den politischen Austausch. Es gibt viele private Kontakte und Kooperationen zwischen Vereinen. Zwei Initiativkreise kümmern sich darum, dass die Aktivitäten in beiden Städten laufen. So treffen sich die Schachvereine jedes Jahr zu einem Turnier, das abwechselnd in Schirgiswalde und Sundern ausgetragen wird. Auch gemeinsame Wanderungen der Bürger gehören zur Tradition.
Beide Gemeinden wollen die langjährigen Traditionen auch in Zukunft fortführen. Weitere Informationen gibt es auf den Webseiten der Partnerstädte.