Sankt Goarshausen-Heide: Bürgermeister diskutiert mit Bürgern
In Sankt Goarshausen-Heide (Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz) kam es am 28. August zu einem Bürgertreff. Mehr als 20 Anwohner nutzten die Gelegenheit, um direkt mit Bürgermeister Mike Weiland über ihre Sorgen und Wünsche zu reden. In anderthalb Stunden wurde diskutiert, wobei die Bürger selbst entschieden, welche Themen auf den Tisch kommen.
Ein großes Thema war das Internet. Die Menschen wollten wissen, wie es mit dem Glasfaserausbau weitergeht. Der Bürgermeister erklärte, dass der Rhein-Lahn-Kreis die Führung übernimmt und ein geförderter Ausbau geplant ist.
Auch der Verkehr bei Veranstaltungen auf der Loreley sorgte für Gesprächsstoff. Besonders die Anwohner in der Heide fühlen sich durch die aktuelle Verkehrsführung belastet. Weiland versprach, die Verbesserungsvorschläge an die Polizei, das Ordnungsamt und die Kreisverwaltung weiterzugeben. Er machte jedoch deutlich, dass die Verbandsgemeinde hier nicht das letzte Wort hat und er keine festen Zusagen für 2027 machen kann. Interessanterweise gab es im Treffen aber auch Stimmen, die im aktuellen Konzept nicht nur Nachteile sehen.
Beim Thema Busse ging es um die Linie von St. Goarshausen über die Loreley nach Bornich und ins Blaue Ländchen. Die Bürger fragten, ob ältere Menschen bei Bedarf an der Haltestelle direkt an der Abfahrt zum Plateau aussteigen könnten. Der Bürgermeister will diesen Vorschlag an die Kreisverwaltung weiterleiten, um den Anschluss der Heide an den Nahverkehr zu verbessern.
Um die Sicherheit der Schulwege am Loreleyring ging es ebenfalls. Da diese Straßen zur Stadt gehören, wurden die Anliegen an zwei anwesende Stadtratsmitglieder übergeben. Weiland betonte, dass die Verbandsgemeinde sich nicht in die Entscheidungen der Stadt einmischen will.
Zum Schluss sprach die Gruppe über die Sanierung des Hallenbades an der Loreleyschule. Viele Bewohner der Heide nutzen das Bad. Weiland erklärte, wie die Finanzierung durch Fördermittel funktioniert und dass jedes Großprojekt vorher auf seine Wirtschaftlichkeit geprüft wird, da man sonst kein Geld vom Staat bekommt.
Der Bürgermeister nahm einige Aufgaben mit, die er nun an die zuständigen Stellen weiterleitet. Das Format der Bürgertreffs soll beibehalten werden und wird auch in anderen Orten der Verbandsgemeinde Loreley stattfinden.
Quelle: Prath – zur Originalmeldung