Salzgitter: Polizei jagt E-Scooter-Fahrer ohne Versicherung
In der Nacht zum 3. August 2026 haben Beamte der Polizei in Salzgitter (Niedersachsen) eine Schwerpunktkontrolle durchgeführt. Im Visier standen Elektrokleinstfahrzeuge, also E-Scooter. Die Polizei hat diese Aktion gestartet, weil es immer wieder Unfälle mit diesen Fahrzeugen gibt. Oft enden die Fahrten mit Verletzungen, weil die Fahrer keinen Helm tragen oder betrunken sind.
Bei der Kontrolle wurden fünf Fahrzeuge genau unter die Lupe genommen. Dabei entdeckten die Beamten gleich mehrere Fehler. Ein Fahrer hatte gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen. In einem anderen Fall war es sogar eine Urkundenfälschung: An dem E-Scooter war ein falsches Versicherungskennzeichen angebracht. Zudem gab es einen Verstoß gegen das Straßenverkehrsgesetz und eine Ordnungswidrigkeit.
Die Polizei erinnert in diesem Zusammenhang an die wichtigsten Regeln: Wer mit einem E-Scooter unterwegs ist, braucht unbedingt eine gültige Haftpflichtversicherung. Das Kennzeichen muss aktuell schwarz sein, da die Farbe jedes Jahr zum 1. März wechselt. Außerdem darf das Fahrzeug maximal 20 km/h fahren und muss eine Betriebserlaubnis haben. Bremsen, Licht und eine Klingel müssen funktionieren.
Auch beim Verhalten auf der Straße gibt es klare Vorgaben. E-Scooter gehören auf den Radweg oder, wenn keiner da ist, auf die rechte Fahrbahn. Gehwege sind tabu. Es darf nur eine Person auf dem Trittbrett stehen und das Handy darf während der Fahrt nicht benutzt werden. Besonders gefährlich ist es, wenn Fahrer als Geisterfahrer auf Radwegen entgegen der Richtung fahren.
Ob und inwieweit sich die kontrollierten Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.