Salzgitter: Forschungsreise in den gesperrten Kalksteinbruch
Normalerweise ist der Zugang zum Steinbruch Am Hasselberg in Salzgitter-Salder (Niedersachsen) streng verboten. Wer das Gelände ohne Erlaubnis betritt, riskiert Ärger, da der Naturschutz hier Vorrang hat. Doch am Sonntag, den 21. September 2026, gibt es eine Ausnahme: Das Städtische Museum Schloss Salder lädt von 11 bis 13 Uhr zum „Tag des Geotops“ ein.
Der Ort ist für Wissenschaftler weltweit wichtig. Hier wurde 2023 der sogenannte „Goldene Nagel“ gesetzt. Das ist ein internationaler Referenzpunkt, der den Übergang zweier Zeitalter der Erdgeschichte markiert, die etwa 90 Millionen Jahre zurückliegen. Seit der Abbau von Kalkstein im Jahr 1992 gestoppt wurde, ist die Natur zurückgekehrt. Heute brüten dort Uhus und seltene Sandschnecken.
Die Besucher können bei der Führung selbst auf Entdeckungstour gehen. Im Gestein lassen sich oft Überreste von Muscheln, Seeigeln oder Ammoniten finden. Mit Glück stößt man sogar auf alte Haizähne.
Wer mitkommen möchte, muss einiges beachten: Das Gelände ist unwegsam, deshalb sind festes Schuhwerk und Trittsicherheit Pflicht. Wer eigene Helme, Schutzbrillen und Hämmer hat, soll diese mitbringen. Es gibt vor Ort auch Leihgeräte, solange der Vorrat reicht. Wichtig ist zudem, dass die Führung nur bei trockenem Wetter stattfindet.
Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Interessierte können dies unter der Telefonnummer 05341 / 839-4623 oder per E-Mail an [email protected] erledigen. Wer allgemeine Fragen zum Steinbruch hat, kann sich an den BUND Salzgitter unter [email protected] wenden.
Quelle: Salzgitter – zur Originalmeldung