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Sachsen stärkt Förderung für besonders begabte Kinder

Kitas, Grundschulen und Gymnasien schließen sich zu Netzwerken zusammen. Ziel ist es, kluge Köpfe früh zu erkennen und über die gesamte Schulzeit zu begleiten.

Viele begabte Kinder fallen aus dem Raster, wenn sie die Kita wechseln oder von der Grundschule aufs Gymnasium kommen. Genau diese Lücken will das Projekt »Karg Campus Kita und Schule Sachsen« schließen. Sechs Jahre lang haben in fünf Regionen des Freistaates jeweils eine Kita, eine Grundschule und ein Gymnasium eng zusammengearbeitet. Sie haben gemeinsam überlegt, wie man hochbegabte Kinder besser erkennt und fördert.

Am 3. September wurden diese 15 Einrichtungen nun offiziell als fünf Konsultationszentren ausgezeichnet. Das bedeutet: Sie sind jetzt die Experten in ihrer Region. In Zukunft geben sie ihr Wissen in Workshops an andere Schulen und Kitas weiter, damit noch mehr Kinder von dieser Förderung profitieren.

Kultusminister Conrad Clemens betonte, dass Chancengleichheit auch bedeute, unterschiedliche Begabungen rechtzeitig zu sehen. Durch die Vernetzung der Einrichtungen sollen die Potenziale der Jugendlichen besser ausgeschöpft werden. Auch Ingmar Ahl von der Karg-Stiftung sieht die neuen Strukturen als Vorbild für andere Bundesländer, besonders im Hinblick auf die aktuellen PISA-Daten.

Die Zentren befinden sich in folgenden Städten und Regionen:

In Chemnitz (Sachsen) arbeiten das Kinderhaus EVA LU Adelsberg, die Grundschule Adelsberg und das Johannes-Kepler-Gymnasium zusammen. In Dresden (Sachsen) sind es die Kita Villa Pat's Freunde, die 39. Grundschule und das Gymnasium Dresden-Plauen. In der Region Görlitz, Schöpstal und Löbau (Sachsen) bilden das Kinderhaus »Spatzennest am Birkenwäldchen«, die Grundschule Schöpstal und das Geschwister-Scholl-Gymnasium ein Team.

In Leipzig (Sachsen) kooperieren die integrative BBW-Kita »Sonnenwinkel«, die Pablo-Neruda-Grundschule und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium. In Radeberg (Sachsen) sind die christliche Kindertages- und Familienstätte »Baumhaus«, die Grundschule Radeberg Mitte und das Humboldt-Gymnasium beteiligt.

Das Projekt wurde in zwei Phasen durchgeführt. Von 2020 bis 2023 starteten die Kitas und Grundschulen, ab 2024 kamen die Gymnasien hinzu. Die Ergebnisse fließen nun in die langfristige Strategie »Bildungsland 2030 Sachsen« ein.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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