Sachsen: Drei Forscher erhalten Millionen-Förderung aus Europa
Drei Nachwuchswissenschaftler in Sachsen (Freistaat Sachsen) haben eine besondere Auszeichnung erhalten. Der Europäische Forschungsrat, kurz ERC, unterstützt sie mit sogenannten Starting Grants. Das ist Geld für Forscher, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Jeder der drei bekommt bis zu 1,5 Millionen Euro, um über einen Zeitraum von fünf Jahren an seinen Projekten zu arbeiten.
An der Technischen Universität Dresden (Sachsen) forscht Prof. Dr. Kai Markus Schneider an der Medizinischen Fakultät. In seinem Projekt namens »Liver-Circuits« schaut er sich Gallengangskrebs genauer an. Er will herausfinden, wie das Nervensystem mit dem Tumor und den Immunzellen zusammenarbeitet. Das Ziel ist es, neue Wege für die Diagnose und die Behandlung dieser Krebsart zu finden.
In Leipzig forscht Dr. Larisa Tarasova am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Ihr Projekt trägt den Namen »earth.zip«. Sie untersucht, wie die Struktur der Landschaft das Wasser beeinflusst. Wenn sie das versteht, kann man Hochwasser oder Dürren in Zukunft besser vorhersagen.
Die dritte Förderung geht an Dr. Karin Schwarzenberger vom Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf. Ihr Projekt heißt »InterTrace«. Sie beschäftigt sich mit Strömungen an Grenzflächen von Gas und Flüssigkeiten. Sie will diese Vorgänge sichtbar und messbar machen.
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow gratulierte den drei Gewinnern. Er betonte, dass diese Förderung nur an wirklich herausragende Forscher vergeben wird. Damit zeige sich, dass die Wissenschaft in Sachsen im europäischen Vergleich eine sehr hohe Qualität habe.
Der Europäische Forschungsrat ist Teil des EU-Programms »Horizont Europa«. Er fördert visionäre Forschung, bei der die Themen völlig offen sind. Neben den Starting Grants gibt es noch weitere Förderlinien für verschiedene Karrierephasen. Neben den 1,5 Millionen Euro können in manchen Fällen bis zu eine Million Euro zusätzlich für bestimmte Kosten fließen.